3. Juli 2009
Neulich abend war es lange genug klar, um ein wenig Astronomie zu betreiben. Nina und ich waren vorwiegend visuell unterwegs, unter anderem guckten wir uns Messier 5, einen Kugelsternhaufen an. Der sieht in etwa so aus:

(Foto vom 28.06.2009, 30s, 480 mm Brennweite f/5,6, Canon 350D an TV85)
Hilfreich für das Fotografieren war eine neue Fokussierhilfe (mehr…)
Von einigen Wetzlarer Erhebungen aus ist die Horizontsicht fantastisch und reicht bis weit in den hohen Westerwald. Dort wird mittlerweile mit Windrädern Strom erzeugt und es ist ein richtiger Windradpark entstanden. Nachdem ich nun neulich einen 3,5″-Refraktor in den Dienst gestellt habe, war es nur logisch, diesen zum Ablichten der Windräder zu nutzen. Das Ergebnis:
(Vollbild)
Besonders gelungen finde ich ja, dass die Drehung der Rotoren bei einigen der Windräder sehr schön zu sehen ist. Von der Schärfe mal ganz zu schweigen.
Damit die Bildqualität besser einzuordnen ist: das Bild entstand nach Sonnenuntergang und leichter Bewölkung am 25. Juni 2009 um 22:37 MESZ, 1600 ASA, 0,6s Belichtungszeit. Aufnahmeort war Wetzlar. Der Funktum steht auf dem Höllkopf, die Windräder nahe der Fuchskaute. Das ist die Kleinigkeit von 32,5 km vom Standort entfernt.
27. Juni 2009
Neben dem bereits gezeigten “Grünen Blitz” ergab sich auf Sylt noch eine weitere “atmosphärische” Beobachtung unter Beteiligung der Sonne:
Montag, 15. Juni, Halo.
Weststrand zwischen Kampen und Klappholttal
Zirren gehören zu den großen Feinden der Hobbyastronomen, jedenfalls nachts. Dann nämlich sorgen sie für einen hellen Himmel und erschweren die Beobachtung von Gasnebel und Galaxien. Tags jedoch kann der Hobbyastronom den Zirren durchaus etwas abgewinnen, beispielsweise wenn sie ein solches 22°-Halo um die Sonne schaffen:

Ein solcher Halo entsteht, wenn Licht in den hexagonalen Eiskristallen der hohen Wolke gebrochen wird.
Der Himmel über Sylt bot bisher in jedem Urlaub fantastische Wolkenstimmungen. Einige davon hat Nina eingefangen und in ihrem Blog veröffentlicht. Wir trafen einige Neu-Insulaner (d.h. seit 5-10 Jahren dort lebende Menschen), von denen einer vom “tiefen Himmel” schwärmte. Als DeepSky-Beobachter versteht man gewohnheitsgemäß etwas anderes darunter, jedoch meinte er damit, dass sehr viele Wolkenstockwerke gut sichtbar sind. Das fängt direkt über dem Kopf an, wo irgendwas zwischen Wolken und Nebel schwebt, bis hoch zu den oben gezeigten Eiswolken.
24. Juni 2009
Vorgeschichte
Seit einigen Jahren gehöre ich zu der wohl nicht sonderlich kleinen Gruppe der Syltfans. Dies hat vielerlei Gründe und geht sogar auf die 70iger Jahre zurück. Nach einer langen Pause war ich 2004 auf der Insel und am ersten Abend passierte folgendes: meine Frau und ich beobachteten den Sonnenuntergang von der Westerländer Promenade aus. Im 200 mm Objektiv verfolge ich den Untergang - und sehe einen Grünen Blitz (”Green Flash”). Und natürlich war der auf keinem Bild zu sehen. Es war eben eine chemische Kamera und ohne Winder! Also: ein Schuss und der muss sitzen.
Was er nicht tat.
Seit 20004 war ich nun einige Male auf Sylt und jedesmal ergaben sich schöne Sonnenuntergänge … doch alle ohne Green Flash.
Sonntagabend, 14. Juni, Westerland, Sylt
Dieses Jahr hatten wir nun den besonderen Luxus einer Wohnung mit Meerblick. Wie man sieht, ragt etwas Strandhafer ins Bild, aber das stört ja nicht. Tja, und ihr seht: der Grüne Blitz wie er leibt und lebt.

Soweit war ich dann schon glücklich. Doch dann gab es ja noch den (mehr…)
20. Juni 2009
Zeitdilatation bezeichnet das Phänomen, welches bei der Beobachtung von möglichen Bedeckungsereignissen oder beim Nachführen von Fotos auftritt. Sekunden werden zu Minuten, Minuten zu Stunden und Stunden zu Tagen ….
Comments Off
12. Juni 2009
Wie gesagt, momentan wird es kaum noch richtig dunkel. Daher verbringe ich die Zeit mit Planen astronomischer Aktivitäten und mit Aufräumen der Festplatte. Dabei bin ich auf folgendes Bild von M27, dem Hantelnebel gestoßen:

(Vollbild)
Die Aufnahme ist schon etwas älter und stammt vom 18. September 2007. Dieses Objekt hatte ich ja im letzten Jahr auch vor der Linse und in einem besonderen Moment erwischt.
Messier 27 ist einer der schönsten Planetarischen Nebel und ein lohnendes Objekt für alle Teleskope. Ich freue mich schon auf die nächsten Beobachtungen und Fotosessions. Weiteres zu dem Objekt findet ihr hier. Unter den 181 Planetarischen Nebel, die ich visuell beobachtet habe, gehört er jedenfalls zu den Höhepunkten.
7. Juni 2009
Microlensing ist ein stehender Begriff in der Astronomie und bezieht sich auf Gravitationslinsen. Eine andere Art von fast schon mikroskopischen Linsen war erneut in unseren Balkonkästen aktiv. Daher baute ich meine DSLR mal auf Makrofoto um … hier ein Ergebnis:

6. Juni 2009
Tja, eigentlich wollte ich jetzt was Astronomisches posten, doch diese Woche gab es mal keine Astronomie. Das liegt unter anderem daran, dass unter der Woche zur Zeit Astronomie von Wetzlar aus schwer wird - denn es wird kaum noch dunkel. Trotzdem habe ich nach oben geschaut, und … OHA! … (mehr…)
31. Mai 2009
Heute gibts mal ein kleines Mondfoto, aufgenommen bei 480mm Brennweite mit einer DSLR.

Natürlich halten sich bei dieser Brennweite die Details auf der Mondoberfläche in Grenzen. Interessanter finde ich jedoch den Verlauf des Terminators: er beult sich aus. Ich vermute, dass von dieser Mondphase die oft in Kinderbüchern gefundene Darstellung der Mondsichel herrührt. Man muss sich lediglich an die Ausbeulung die Nase und an das obere Ende die Schlafmütze denken 
23. Mai 2009
Zurück vom ITV nutzte ich den fantastischen Himmel für eine Sonnenbeobachtung mit dem PST. Eine sehr schöne Protuberanzengruppe. So sieht sie aus:

Das Bild entstand mit einer Videokamera hinter einem 25fach Okular, die Bilder wurden mit Giotto überlagert.