Projekt “250 Planetarische Nebel”

Im September 2020 feierte ich die 225ste erfolgreiche Sichtung eines planetarischen Nebels. Seitdem reizt es mich, die nächste Marke zu erreichen: 250. Das ist keine leichte Sache, weshalb es einer guten Vorbereitung bedarf. Dieser Blogeintrag stellt meine Suche nach geeigneten Kandidaten vor.

Vor vielen Jahren (etwa 2002) hatte ich den ersten Meilenstein erreicht: den 100sten planetarischen Nebel. Und irgendwie blieb ich dann an dem Thema dran. Es macht einfach zu viel Spaß, diese Objekte aufzuspüren. Die Nummer 150 gelang schon 2005, die 200 dann 2012.

Bei Erreichen der 200 hatte ich den Eindruck: “Das war es jetzt”.

Es fiel mir zunehmend schwer, neue Kandidaten zu finden. Hinzu kam mein Umzug von Mittelhessen ins östliche Hamburger Umland. Diese Wohngegend ist zwar herrlich, allerdings weiter nördlich gelegen. Diese nördliche Lage bedeutet, dass Objekte südlich des Himmelsäquators schwierig werden, da sie nur für kurze Zeit in geringer Höhe über dem Horizont stehen. Dämlicher Weise stehen aber sehr viele planetarische Nebel ausgerechnet dort. Und das auch noch im Sommer, wo es hier nicht mehr dunkel wird. Hinzu kommt, dass ich für regelmäßige visuelle Beobachtung derzeit (noch) auf 10″ Teleskopöffnung limitiert bin.

Keine guten Voraussetzungen zum Erreichen der 250.

Doch die Beobachtung der Objekte zwischen 200 und 225 ging so leicht von der Hand und brachte so viel Spaß, dass ich einfach weitermachen will. Also muss ich etwas genauer nach Kandidaten schauen.

Die Quellen

Für dieses Projekt suchte ich bewusst nach Beobachtungsdaten mit Teleskopen der Größe 8″ bis 12″. Seit Kurzem habe ich den 16″ wieder einsatzbereit, doch darauf möchte ich mich nicht verlassen. Also durchkämmte ich, teilweise zum zweiten Mal folgende Quellen:

Auswertung

Hatte ich bisher Textdateien auf dem Desktop mit Beobachtungsideen für die nächsten Wochen, wählte ich dieses Mal Excel als Datendepot. Wichtig war es, Datensätze zu erzeugen, die den Objektnamen, die grobe Position am Himmel und die notwendige Teleskopöffnung enthielt. Dies erlaubt es mir, zur Vorbereitung von Beobachtungen die Datensätze zu filtern und beispielsweise gezielt in einem ausgewählten Sternbild positionierte PN-Kandidaten aufzulisten:

Parallel dazu hilft ein Nutzerdatensatz in Guide bei der Beobachtungsvorbereitung. Alle Kandidaten sind erfasst und werden in einer eigene Farbe auf der Karte dargestellt:

Ergebnis

Am Ende dieser Suche habe ich nun mehr als 20 Objekte, die mit 8″ bis 10″ Öffnung für mich machbar sein sollten. Damit dürfte die Zahl 250 schon mit dem 10″ Dobson machbar sein. Das wäre eine beachtliche Zahl für meinen nördlichen Wohnort.
Schon die Suche nach Kandidaten hat viel Freude gebracht. Die Beobachtung wird bestimmt ebenfalls Spaß machen.

Dank

Ein besonderer und herzlicher Dank geht an Christian Weis, wohl einem der erfahrensten Deep-Sky- und PN-Beobachter in unserem Sprachraum. Er unterstützt mich in vielfältiger Weise, vom Blick ins Beobachtungsbuch bis zu ganzen Büchern.

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