Die partielle Sonnenfinsternis am 12.08.2026

Die Wettervorhersage auf dem Handy machte es wieder spannend! Sie zeigte Wolken für den Termin der partiellen Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 an. Partielle Sonnenfinsternisse waren auf diesem Blog schon Thema, siehe insbesondere 20.03.2015, Teil 1, 2, 3 und 4. Würde es diesmal passen und ich das Ereignis sehen?

Im Grunde kannte ich diesen Termin schon sehr lange. In der Kindheit hatte ich gelesen, es werde an eine totale Sonnenfinsternis außerhalb Deutschlands geben, deren Totalitätszone auf dem Landwege erreichbar wäre. Sogar an meinem Geburtstag. Der Haken: Der Termin lag noch Jahrzehnte in der Zukunft.

In diesen Jahrzehnten ist auch viel geschehen. Und so war der Termin „plötzlich“ da. Aber ich merkte schon im Vorfeld: Ich werden nicht reisen. Sondern stattdessen werde ich da schauen, wo ich gerade bin.
Die Erleichterung in Sachen Wetter brachten NDR und Satellitenbilder: Ja, es könnte Wolken geben, aber: Nein, keine tiefliegende geschlossene Wolkendecke. Zirren waren auf dem Satellitenbild zu sehen. Sonst nichts.

Und so wurde es dann auch.

Eigentlich war alles bereit: Glassonnenfilter, Finsternisbrillen, PST mit Okular und Montierung, Seestar. Was sollte passieren?

Es passierte doch etwas:

Die Akkus für die automatische Nachführung des PST machten schlapp und ich musste per Hand nachführen.

Und das Seestar war zwar schnell mit dem Handy verbunden und geladen. Es stand auf dem Balkon und warf Schatten. Aber es suchte die Sonne. Ich saß daneben, schaute zu und dachte mir: „Such mal die Sonne. Aber im Wohnzimmer wirst Du die nicht finden!“ Ende vom Lied: Mein Seestar fand die Sonne nicht! Per Hand fand ich die Sonne auch nicht. Also keine Zeit verschwenden sondern die Sache anders angehen.

Etwa um 19h10 MESZ war zu sehen: Es geht los! Die Sonnenscheibe wird gerade dunkel „angeknabbert“.

Also zurück zum visuellen Beobachten am PST. Eine hübsche Protuberanz war zu sehen. Das Titelbild zeigt diese Protuberanz etwa zum Höhepunkt des Ereignisses. Die Aufnahme entstand durch Auflegen der Kamera auf das im PST eingesetzte Okular. Außerdem war gut erkennen, dass der Mondrand nicht glatt war sondern „Buckel“ aufwies.

Es wurde ein großer Teil der Sonne bedeckt. Man merkte: Das Licht, in das die Landschaft getaucht wurde, wurde anders. Die Sonne näherte sich zwar den Bäumen am Horizont und ging dort etwa um 20h15 unter. Aber eine normale Dämmerung war das nicht. Umgebungstemperatur (Kühle) und insbesondere Lichtstimmung waren anders als bei einem Sonnenuntergang.

Hier noch zum Abschluss ein Eindruck von der Stimmung am Ende:

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