
Ich bin noch immer an dem Projekt, 250 Planetarische Nebel (PN) visuell zu sehen. Allerdings werden die Kandidaten hier im Norden schwer und ich greife in der Vorbereitung zu Bildern.
Im Norden wird es schwer, PNs zu sehen, die für mich neu sind. Das ist insbesondere der Fall, da das Milchstraßenzentrum vieler solcher Objekte enthält. Allerdings steigt das Milchstraßenzentrum hier kaum über den Horizont. Damit stünden PN-Kandidaten recht tief. Zudem ist die beste Zeit im Sommer gegeben. Eine Zeit, wo es hier nachts gar nicht mehr dunkel wird.
Bisher habe ich PNs mit geringem scheinbaren Durchmesser gesucht. Kandidatenlisten schlagen mir nun ausgedehnte Objekte vor, also solche, die sich über Bogenminuten erstrecken können.
Da ich mit Alnitak gerade eine Remote-Sternwarte nutzen darf und diese alle denkbaren optischen Filter anbietet, lasse ich zur Vorbereitung dieses Teleskop fotografieren.
Hier sind drei Beispiele. Die Aufnahmen sind jeweils Ausschnitte aus einem Einzelbild und nicht weiter bearbeitet.
1) PK 68-0.1
Hier kam ein OIII-Filter zum Einsatz und es wurde 210 Sekunden lang belichtet. Es zeigt sich, dass der PN zwar ausgedehnt ist und dabei eine Ringstruktur besitzt. Der Ring ist nicht gleichmäßig hell, es gibt hellere Stellen darin. Mit einem OIII-Filter könnte bei diesen hellen Abschnitten die visuelle Beobachtung schon mit 10-Zoll-Teleskopöffnung gelingen.

2) PK 204+04.1
Auch hier kam ein OIII-Filter zum Einsatz. Die Aufnahme wurde sechs Minuten lang belichtet. Allerdings zeigt sich hier: Dieses Objekt ist ausgedehnt und alle Teile von ihm sind lichtschwach. Meiner Meinung nach wird das mit 10-Zoll- und 16-Zoll-Teleskopöffnung nichts. Eher nicht versuchen.

3) Abell 14
PNs aus dem Katalog von Abell sind oft ausgedehnt und lichtschwach. Hinzu kommt bei dem speziellen Objekt noch das ungewöhnliche Leuchten: Nicht in OIII. Also belichtete ich jeweils sechs Minuten durch die Filter der Linien OIII, H-Alpha (Ha) und SII. Es zeigt sich: wenn überhaupt was geht, dann in H-Alpha.



Soweit dieses Analysen. Ich suche derzeit noch weitere PN.
Fazit
Alnitak hilft zum Beispiel dabei, ausgedehnte Planetarische Nebel zu finden, in denen es eine kleine Fläche mit geringer Ausdehnung gibt, die sehr hell ist und bevorzugt in einem der Filter OIII oder UHC leuchtet.