Mond: Triesnecker und Konsorten

Nachdem der Asteroidenvorbeiflug am gestrigen Abend doch nur über den Wolken stattfand (“Astronomie ist …”), lade ich heute zu einem Blick auf den Mond ein. Die Aufnahme entstand bereits im Januar, doch der Mond nimmt dieser Tage ordentlich zu [unpassend, in der Fastenzeit] und ist ein lohnendes Objekt.  Für das Bild kam wieder eine TIS-Kamera in Okularprojektion (15mm) am TV85 zum Einsatz. Im alten Rükl-Mondatlas befinden wir uns auf Karte 33 und 34 und folgende Objekte finde ich erwähnenswert:

Direkt unter der 1 finden wir den Krater Triesnecker, der lediglich 25 km groß ist. Bekannter als der Krater selbst sind die Rimae Triesnecker, die an der 2 beginnen und sich nach oben winden. Es handelt sich um ein Rillensystem, also Gräben und Furchen auf der Mondoberfläche, die sich über viele Kilometer dahinziehen.
Nicht ganz so schwer zu erkennen ist eine weitere Rille, die mit der 3 bezeichnet ist. Es handelt sich um die Rima Hyginus. Diese ist besonders interessant, da sie aus einer Kette von sich überlappenden Kraterchen zu bestehen scheint. Der prägnanteste dieser Krater ist der Krater Hyginus selbst, der links oberhalb der 3 zu sehen ist.
Beide Rillensysteme sind lohnende Objekte für den visuellen Beobachter.
Zwischendurch richten wir den Blick auf zwei Krater: 4 heißt Agrippa, 5 heißt Godin. Letzterer Name hat wohl nichts mit dem gleichnamigen Gitarrenhersteller zu tun … der Krater ist nach einem französischen Astronomen Godin benannt.
Eine weitere Rille ist mit der 6 markiert, es handelt sich um Rima Ariadaeus.
Keinen besonderen Namen trägt die Formation 7, die ich dennoch interessant genug finde, um auf sie hinzuweisen.

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