Im Schatten der Alpen

Eine alte Astronomenregel sagt, bezogen auf Deep-Sky-Beobachtung:

„Wird die Wolkendecke licht, nimmt der Mond die Sicht.“

Also bietet es sich an, aus der „Not“ eine Tugend zu machen und den Mond zu betrachten. Da es hier östlich von Hamburg gerade sehr winterliche Temperaturen bei kaltem Ostwind hat, ist das auch eine angenehme Alternative zur Deep-Sky-Fotografie mit Filtern (was ja auch bei Mondschein gut funktioniert). Die Luft war erstaunlich ruhig, was vielleicht auch daran liegt, dass der 3,5-Zöller im Windschatten des Hauses stand. Wie am 2.1.2012 nutze ich ein 15mm Okular in Projektion, zusätzlich kam ein IR-Block-Filter zum Einsatz (da ich nach dem Mond noch auf Jupiter umschwenken wollte). Den Aufbau beschreibe ich bei Gelegenheit mal genauer. Im Januar 2012 hatte ich schon das Alpental „Vallis Alpes“ (1) und den Krater Cassini (2) und Spitzbergen (6) abgelichtet, siehe Bild und Bericht. Die Nummern im heutigen Bild sind die gleichen von seinerzeit. Heute war die Luftruhe deutlich besser, was dem Ergebnis auch deutlich anzusehen ist. Zum Rand wird das Bild etwas unscharf, was an der „angespannten“ Optik, d.h. der Projektion, liegen dürfte. Doch selbst da ist die Schärfe noch besser als vor einem Jahr – trotz kräftigem Wind! Stark finde ich übrigens auch die Schattenwürfe der Berge.
Vollbild ohne Markierungen.

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3 Antworten auf Im Schatten der Alpen

  1. nordwolke sagt:

    Astronomische Bauernregel:
    „Braucht der Bauer dringend Regen,
    gibt er zum Fernrohrkauf seinen Segen!“

  2. Stefan sagt:

    Sehr schönes Bild hast Du da geschossen. 3,5″ bei wie viel Brennweite?

    Gruß
    Stefan

  3. Frank sagt:

    Vielen Dank für die Blumen 🙂
    Die äquivalente Brennweite liegt recht genau bei 2m. Das dürfte eine Blende von 23 ergeben, was ganz gut im wohl vorteilhaften Bereich von f/20 bis f/30 liegt.
    Gruß,
    Frank

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