Messier 39

Messier 39Im nördlichen Teil des Sternbildes Schwan (Cyg) steht ein offener Sternhaufen namens M39. Er ist ein klassisches Fernglasobjekt, denn seine Sterne besitzen eine Helligkeit zwischen 6.5mag und 10mag, d.h. die hellsten von ihnen sind bei guten Beobachtungsbedingungen mit bloßem Auge zu erreichen. Die Sterne verteilen sich etwa auf einen Vollmonddurchmesser, das Objekt ist also nicht zu klein. In den nüchternen Worten des NGC 2000 Katalogs liest sich die Beschreibung etwas unschön: „cluster, very large, very poor, very little compressed, stars 7…10“. Besitzer größerer Teleskope lassen ihn denn auch gerne mal links liegen.

Kürzlich nahm ich ihn mir fotografisch vor, was kein größeres Problem darstellt und gerade für das TV85 mit der Canon 1100Da ideal ist.

Auf dieser Aufnahme sind planetarische Nebel zu finden, die ich schon in eigenen Artikeln vorgestellt habe (K 3-82 und M 1-79). Als ich diese Nebel visuell aufsuchte, startete ich bei M39. Dank der Ethos-Okularserie mit ihrem riesigen Gesichtsfeld konnte ich den Sternhaufen in ein komplettes Feld des 17-mm zwängen – am C8, was ja immerhin 2000 mm Brennweite besitzt. Dabei sprang mir zum ersten Mal die ausgeprägte Dreiecksgestalt des Sternhaufens auf, die in der Aufnahme durch die transparenten grauen Linien verdeutlicht wird. Eine der Spitzen zeigt recht genau nach Norden. Diese Gestalt tritt auch beim Beobachten mit einem 20×70 Fernglas hervor.

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Eine Antwort auf Messier 39

  1. Frank sagt:

    Vielleicht weiß ein Leser, was dieses dichte Sternfeld rechts unterhalb des Sternhaufens ist. Es sieht für mich nach einem offenen Sternhaufen aus, allerdings fand ich dazu bisher kein passendes Objekt. Ideen?

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