CD: Max Lässer und Markus Flückiger

Seit einigen Monaten interessieren sich meine Frau und ich für Akkordeonmusik. Das begann mit einer Fernsehdokumentation über die Halligen. Wobei, auch auf Knopflers letzten CDs und den Arbeiten von Ian Anderson ist das Akkordeon zu finden. Wie komme ich jetzt auf Akkordeon? Weil sich auf der vorliegenden CD Max Lässer als Gitarrist und Markus Flückiger als Akkordeonist (oder: Spieler der Schwyzer Örgeli)  zusammengetan haben, um einige Stücke gemeinsam aufzunehmen. Diese sind in der Regel von beiden zusammen bearbeitete traditionelle Lieder.

Kurz:
Ich liebe diese Scheibe.

Länger:

Wer das Akkordeon mit französischen Klängen verbindet, wird hier fündig werden. Genauso der, der es aus alpenländischer Musik kennt. Und doch ist es anders. Die Genregrenzen werden durch Lässers (Slide-)gitarre durchbrochen (bspw. in „En steile Stutz“), so dass hier mehr entsteht. Dabei hat alles seinen Sinn und fügt sich stimmig zu einem gemeinsamen, stimmigen Klangbild zusammen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Eröffnungsstück „M & M“. Alpenländische Dur-Klänge werden mit einer leichten Brechung in Moll veredelt. Ebenfalls eine besondere Erwähnung wert ist das „Allons voir chez les filles“, in dem eine beinah beklemmende, herrlich schwebende, cleane E-Gitarre (Hallo Mr. Knopfler!) von einem traditionellen Akkordeon kongenial unterstützt wird. Dass ein Zusammenspiel zweier Musiker zu solch einer Klangwelt führt, muss jeden begeistern, der nur mal in die Nähe eines Instruments gelangt ist. Die CD hat keine Längen und hält zu jeder Zeit ein atemberaubendes Niveau.

Technisch gibt es nichts zu kritisieren. Der Klang ist sehr gut. Allen Instrumenten wird Raum gegeben, sie klingen unverfälscht und die Dynamik ist berücksichtigt. Das Klangbild zwischen Gitarren und Akkordeon ist jeweils dem Lied angepasst und das Verhältnis perfekt getroffen. Dass sie in mehreren Sessions über vier Jahre entstand, ist nicht herauszuhören.

Hoffentlich nehmen die beiden nochmals eine CD auf!

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2 Antworten auf CD: Max Lässer und Markus Flückiger

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