Im Sternbild Schütze

Am 06.08. leuchtete die Milchstraße kräftig vom Himmel, sehr lebendig hell. Und das aus der Stadt! Zumindest tat sie das, bevor eine Wolkenbank aufzog. Die Zeit reichte aber aus, das Sternenlicht visuell und fotografisch zu genießen. Nebenstehend ein Bild der Milchstraße im Sternbild Schütze.

In der Aufnahme ist Norden oben. Sie entstand mit einer Canon 70D bei ISO 3200 und nachgeführt mit der StarAdventurer. Verwendet wurde ein 105mm Objektiv bei Blende 3.2, ausgewertet wurden 20 Aufnahmen mit je 10 Sekunden Belichtungszeit. Fünf Darks wurden belichtet.

Im Bild sind einige der schönsten Himmelsobjekte aus dem Messier-Katalog markiert (Bild ohne Text). Visuell sind sie schon in einem Fernglas zu sehen und für mich in jedem Teleskop ein Genuss. Allerdings war ich wieder überrascht, um wie viel tiefer die Objekte hier auf der nördlichen Breite von Hamburg gegenüber Mittelhessen stehen. Obwohl die Objekte gar nicht so weit über die Kulmination hinweg gezogen waren, beendete die Dachkante eines benachbarten Hauses die Belichtungsreihe.

Die Objekte sind:

Die Aufhellung des Hintergrundes im Bild ist weniger der Stadt Schwarzenbek als der Milchstraße zuzurechnen. Immerhin befindet sich im Sternbild des Schützen das Zentrum unserer heimischen Galaxie.

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2 Antworten auf Im Sternbild Schütze

  1. Christian sagt:

    Servus und Grüezi Frank,

    wow, ich wusste nicht, daß der Schütze bei euch da oben überhaupt über den Horizont krabbelt 🙂
    Umso mehr freut mich, daß euer Himmel anscheinend von großer Güte (im Sinne von Gütigkeit? 🙂 ist.
    Schön, wieviele Strukturen da in der Milchstraße schon herauskommen. Ein wenig weiter rechts – außerhalb des Bildes – würdest du dann sicher auch das „Prancing Horse“ fotografieren können.
    Ich selbst habe letzte Nacht ein paar PNs im Schützen beobachten können – auch wenn der Schütze hier etwas höher steht: Nachbars Haus sorgt schon für einen rechtzeitiges (zeitgemäßens? 🙂 Verschwinden…
    Viele Grüße aus dem Süden,
    Christian

    • Frank sagt:

      Moin Christian,
      es ist wirklich erstaunlich, wieviel die wenigen Grade zwischen Mittelhessen und dem Lauenburgischen ausmachen. Der Schütze steht wirklich tief. Aber die Transparenz der Astmosphäre ist oft edel. Da steht die Milchstraße mit starker Zeichnung am Himmel und das springt sogar mit fast keiner Dunkeladaption ins Auge.
      Das Prancing Horse ist eine Idee, wobei … Nachbars Haus … 🙂
      Tschüss
      Frank

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