Der offene Sternhaufen NGC 752 – und einige Galaxien

Für die Zeitschrift Magellan schrieb unter dem Titel “NGC 752 – und ein Starhopp dahinter” einen Artikel, der in der Ausgabe 4/2000 erschien. Meine Idee war: Es gibt den offenen Sternhaufen NGC 752. Und sehe ich zwischen seinen Sternen Galaxien, die hinter ihm stehen?

Der offene Sternhaufen NGC 752 ist im Titelbild dieses Artikels zu sehen.
Er ist ein auffälliges Objekt fast am Ende der Sternenkette, die zu dem Sternbild Andromeda gehört. Eine andere Route zu diesem Objekt ist es, die beiden hinteren Sterne des Sternbildes Dreieck um gut 3,5 Grad nach Nordwesten zu verlängern.

Der Sternhaufen selbst erscheint als ein Objekt mit etwa 75 Bogenminuten Durchmesser. Also zweieinhalb Vollmonden! Das ist ordentlich groß. Es sind nur einige Zig-Sterne in ihm und der Hellste ist etwa 9mag hell. Die summierte Helligkeit liegt jedoch an der Grenze des freiäugigen Sehens. Das Objekt kann also unter vernünftigen Bedingungen nachts zu sehen sein.

NGC 752 selbst ist wenig spektakulär. Er erscheint aber schon in Teleskopsuchern und Ferngläsern. Wieder fragt man sich: Warum steht der nicht im Messier-Katalog? Nun, vielleicht, weil man ihn nicht mit einem Kometen verwechseln kann.

Nun fragte ich mich: Wenn ich ein 16“-Teleskop auf ihn richte und visuell hinschaue. Kann ich dann zwischen den Sternen des offenen Sternhaufens Galaxien sehen? So, wie im Fall von Messier 44?

Ja.

Die kurze Antwort ist tatsächlich: Ja, es gibt Galaxien, die ich mit der oben genannten Ausrüstung sehen kann. Mir war das bisher aus deutschsprachigen Büchern, Zeitschriften oder dem damaligen Internet nicht bekannt.

Die folgende Montage zeigt das Bild von NGC 572 und wo darin Galaxien zu finden sind:

< MONTAGE >

Es sind die drei Galaxien PGC 7380, PGC 7416 und PGC 7489, die innerhalb des offiziellen Bereichs den Sternhaufens zu sehen sind. Es gibt noch weitere, die aber nicht mehr in dem Sternhaufen stehen.

Das hier gezeigte Foto entstand an einem Takahashi FSQ-85EDX. Dieses Teleskop hat eine Brennweite von 382 mm bei einer Blende von f/3.9. Es steht in Extremadura in Spanien bei Stellar Observatory. Verwendet wurden diese Aufnahmen: 9x 5min.
Es lohnt sich der Blick in den Deep Sky Corner.

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