
Dieses Objekt schwebt mir schon lange als Objekt für dieses Blog vor. Jetzt kommt es, denn ich kann eine eigene Aufnahme daheim mit einer kombinieren, die bei Alnitak in Spanien entstand. Der offene Sternhaufen Messier 44 hat unter Astronomen einen Ruf und gilt als überragendes Objekt.
Der Ruf ist vielleicht aus einem Grund so gut: Das Objekt ist mit freiem Auge und ohne Hilfsmittel gut zu erkennen. Immerhin sind seine hellsten Sterne schon mit freiem Auge sichtbar. Der Durmesser ist mit anderthalb Grad enorm. Ein fulminantes Objekt!
Und so schaut der Beobachter schon mit dem kleinsten Gerät hin. Und sieht mehr. Denn das Objekt bietet für jedes Gerät etwas.
Unter den Besitzern von damals eher mittelgroßen Instrumenten, also beispielsweise Dobsons mit 16-Zoll-Spiegeldurchmesser, gab es nach einem Artikel einen neuen „Sport“. Damals meint die 1990er Jahre. Und da wurden Galaxien bekannt, die hinter dem Galaxienhaufen stehen. Dieses Prinzip funktioniert übrigens auch bei NGC 752, einem ebenfalls großen offenen Sternhaufen, wo ich mal Galaxien sah und dann auch einen Artikel schrieb.
Zurück zu Messier 44 oder M44, die „Krippe“ oder den „Behive-Cluster“. Es gibt viele Namen dieses Objektes.
Erst entstand die Weitfeldaufnahme dieses Artikels. Mit dem 105mm-Objektiv an der 70D belichtete ich von heimischen Balkon aus auf einer StarAdventurer-Montierung.

Und dann dachte ich an die Galaxien, die leider auf dieser Aufnahme nur zu erahnen sind. Ich dachte an die Galaxien und dann kam der Gedanke: „Da ist doch dieses Teleskop in Spanien ….“. Und naürlich: Mit nahezu 3 Metern Brennweite und etwa 16-Zoll Öffnung geht bei solchen Objekten mehr als mit dem 105mm-Objektiv. Also: Ran an die Belichtung!

Als Beispiel zeige ich hier ein Objekt, das mit 15ter Größe lichtschwach ist. Eine Galaxie. Viel spannender aber finde ich die Katalogbezeichnung. Es ist eine Bezeichnung zu finden (nämlich PGC 24284) – aber es sind zwei Galaxien zu sehen! Im Titelbild sind M44 und ein grauer Kasten zu sehen. Der graue Kasten zeigt. wohin Alnitak blickte und die PGC 24842 zu sehen ist. Die beiden Teile sind nur 0,7 Bogenminuten voneinander entfernt.
Es lohnt sich jedenfalls immer und mit jeder Öffnung, dieses Objekt anzuschauen.
Ein Hinweis auf den Deep Sky Corner zu diesem Objekt.