Der Einfluss des Mondes (Comedy)

In der Öffentlichkeitsarbeit begegnet mir immer wieder eine Frage: „Beeinflusst der Mond uns Menschen?“. Manchmal kommt die Frage auch mit den vorangestellten Worten: „Ich glaube ja nicht an sowas, aber …“. Auf dieses Frage möchte ich heute eingehen und werde in die Antwort hinter dem „weiterlesen“ verbergen. Daher also …


Vorweg: Dieser Beitrag hier ist in der Sektion „Comedy“ gelistet. Für den wissenschaftlichen Ansatz zu dem Thema verweise ich gerne auf Florian Freistetter, der sich damit schon auseinandergesetzt hat.

Also nochmal die Frage: „Beeinflusst der Mond uns Menschen“.

Als Hobbyastronom seit den späten 1970ern kann ich für mich sagen: Ja, mich beeinflusst er, definitiv.

Beispielsweise beeinflusst er meinen Schlaf in Vollmondnächten.

Da ich wenig bis gar nicht Planeten beobachte, sind die Nächte um Vollmond herum für mich astronomisch uninteressant. Höchstens eine Mondfinsternis kann mich locken. Aber eigentlich auch nur noch zu angenehmen Uhrzeiten, beispielsweise am frühen Abend.
Ich kann mich also mit gutem Gewissen hinlegen und schlafen.

Der Mond macht mich kribbelig!

Ja, doch, das tut er. Beispielsweise, wenn er Planeten oder Sterne bedeckt. Die Momente, wenn das Objekt verschwindet und dann wieder auftaucht, sind an Spannung kaum zu überbieten. Und diese Spannung macht mich kribbelig. Dazu kommt ja auch noch das Wetter, dass dann zu exakten Zeitpunkten passen muss. Das steigert die Nervosität zusätzlich.

Ich richte mein Leben nach dem Mond aus!

Zugegeben, heute nicht mehr so sehr wie vor zwanzig Jahren. Aber ja, ich nehme mir zu Jahresanfang der Kalender und betrachte die Mondphasen der kommenden Monaten. Ich prüfe genau, wann der Mond in den Abendstunden nicht scheinen wird. Denn an diesen Abenden kann ich in Ruhe Deep Sky beobachten. Also Gasnebel und Galaxien betrachten oder fotografieren.

Der Neumond hat eine reinigende Wirkung auf meinen Körper

Für den Deep-Sky-Beobachter ist Alkohol zu Neumond besonders problematisch. Zum einen steht er dem Autofahren entgegen, zum anderen sinkt die Leistungsfähigkeit der Augen. Um Neumond herum wird der geneigte Beobachter also – sofern er/sie natürlich Alkohol überhaupt zu sich nimmt – auf alkoholische Lebensmittel und Getränke verzichten. Diese Auszeit hat eine reinigende Wirkung auf den Körper.

Abschlussnotiz

Fast nie beobachte ich den Mond. Doch wenn ich es tue, begeistert er mich und ich denke, ich sollte öfter hinschauen. Die Veränderung des Schattenwurfes am Terminator, die Schatten in tiefen Kratern. Oder die Dome und Rillen auf den Boden der Mondmeere. Es gibt viel zu sehen. Der gezeichnete Atlas Rükl und die Software Guide sind wichtige Begleiter bei der Mondbeobachtung.

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