Der Kugelsternhaufen Messier 56

In diesem Artikel stelle ich in Wort und Bild ein Messierobjekt vor, das ich von Anfang an Anfang lieb hatte: Den Kugelsternhaufen Messier 56, oder: M56.

Auf dem Weg vom Sternbild Leier, insbesondere dem berühmten Ringnebel, zum Doppelstern Albireo im Sternbild Schwan steht dieser Kugelsternhaufen. Er ist im Fernglas schon zu sehen – aber (wegen seiner Größe und Helligkeit) auch leicht zu übersehen. Es war am Anfang meiner Beobachterkarriere eine Übung für mich. Oft dauerte es eine Weile, bis ich in fand. Aber Messier 3 fand ich wesentlich schwieriger.

Jedenfalls habe ich Messier 56 bereits im Fernglas 10×25 und in Dobsons (also: Newton-Spiegelteleskope) mit bis zu 45cm Öffnung gesehen. Was mich immer fasziniert hat: Mit jedem Beobachtungsgerät zeigt sich ein toller Anblick!

Es lohnt sich also, M56 (oder eben: Messier 56) anzuschauen.

Im Vergleich zu meinem Foto des Kugelsternhaufens NGC 2419 fällt das Zentrums des Haufens als Eigenart auf. Unter visuellen Beobachtern ist nämlich eine beliebte Frage bei Kugelsternhaufen: ist das Zentrum des Haufens bis zum Kern aufgelöst? Es lohnt sich, darauf zu achten. Während M56 bis zum Zentrum, dem Kern, aufgelöst ist, gilt das für NGC 2419 nicht. In dem Haufen NGC 2419 stehen die Sterne im Kern wesentlich dichter beieinander. Die Sterne sehr dicht und einzelne von ihnen sind nicht mehr erkennbar.

Das gezeigte Foto von M56 entstand am Teleskop Alnitak in Spanien. Es ging schnell: 3x 5min., je 1x jede Farbe: RGB.

Ich hatte noch eine Aufnahme mit OIII gemacht, da es bei mir einen Verdacht auf einen planetarischen Nebel beim Betrachten der Bilder im Internet gab. Aber es zeigte sich: Nein, dieser Verdacht erhärtete sich nicht. Hätte mich auch gewundert, denn ein PN in M56 war mir nicht bekannt.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert