Die Mondlandung 1969

Foto: NASA

Foto: NASA

„Runter kommen sie immer – Zum Jahrestag der letzten Mondlandung“ hieß ein Blogeintrag von mir. Ein anderer war: „Gedanken zur Mondlandung“. Darin habe ich schon viele Dinge beleuchtet, beispielsweise habe ich Fotos der Mondberge mit eigenen Mondfotos verglichen. Was haben wir an der Umsetzung der Mondlandung gelernt? Auch dieser Frage bin ich bereits nachgegangen. Doch es gibt noch weitere Gedanken.

Ein erster Gedanke war:

„50 Jahre Mondlandung. Das ist doch was für meine Werdeburggeschichten!“

Und den Gedanken setze ich gerade in die Tat um. Die Geschichte reift, allerdings langsamer als erwartet. Die erste Szene ist bereits geschrieben und ich weiß auch schon recht genau, wie es weitergeht. Das langsame Schreiben liegt auch an einer hohen Arbeitslast, die mich bisher in den Frühstückspausen ausbremst. Aber ich bin dabei und denke, im Herbst eine Geschichte präsentieren zu können.

Der nächste Gedanke war:

„Was bedeutet die Mondlandung für mich?“

Die Mondlandungen fanden vor meiner Geburt statt (bis auf die letzte). Und doch waren sie in meinem Kinderzimmer noch allgegenwärtig: Raumfahrt prägte damals noch viele Spielsachen. Dazu gab es eine Menge Science-Fiction-Literatur. All dies faszinierte mich und ich beschäftigte mich sehr viel damit. Ich denke, dass dies wiederum zu meiner Begeisterung für den Sternenhimmel (also: Hobby Astronomie) und auch zu meiner Berufswahl Physiker führte. Die Bilder des blauen Planeten aus der Ferne (siehe NASA-Foto oben) zeigen mir: die Erde ist etwas Großartiges, jedoch auch sehr Seltenes, das es zu schützen gilt.

Ein weitere Gedanke war dann:

„50 Jahre – und wie viele noch?“

Irgendwann wird ein Mensch wieder auf dem Mond stehen. Zumindest, wenn sich die Menschheit nicht vorher die Lebensgrundlage entzogen hat. Davon gehe ich aber nicht aus, denn es gibt immer wieder kluge Köpfe unter den Menschen, die Lösungen finden – auch für vermeintlich unlösbare Probleme (das reicht von Medizin, z.B. Penicillin, bis zur Forschung, bspw. Nachweis extrasolarer Planeten, Gravitationswellen, usw.). Ich fürchte allerdings, es kann noch einmal 50 Jahre dauern, bis erneut jemand da oben steht.

Und dann kam der Klassiker unter den Mondlandungsgedanken:

„Muss man dahin?“

Antwort: Nein.

Allerdings fällt mir folgendes Beispiel ein: Es muss auch kein Mensch auf die höchsten Berge dieser Erde steigen.

Jedoch führten die Besteigungen extrem hoher Berge zur Weiterentwicklung der Höhenmedizin. Heute werden Erkenntnisse aus dieser wiederum benutzt, um neue Behandlungsmethoden für Krankheiten zu entwickeln.

Nun ist es für den Einzelnen immer wieder von Vorteil, seine so genannte Komfortzone auszudehnen. Er lernt dadurch dazu und kann die Probleme in seiner Komfortzone besser lösen, gewinnt Selbstvertrauen, usw.

Unsere Welt mit ihren herausragenden Möglichkeiten ist eine Folge davon, dass viele einzelne ihre Komfortzone ausgedehnt haben.

Die bemannte Raumfahrt ist im höchsten Maße herausfordernd und klar ein Ausdehnung der Komfortzone. Jedes „Sich-Hindurch-Wursteln“ kann das letzte sein. Die Grenzen von Naturgesetzen zu übertreten führt unweigerlich zu Konsequenzen. In den nächsten Jahrzehnten werden wir Menschen mehr denn je an die Grenzen gehen müssen. Mit der bemannten Raumfahrt können wir sehr viel über Körper und Geist des Menschen lernen – und finden im Weltraum auch Ressourcen, die uns auf der Erde knapp werden.

Daher ist mein Wunsch:

„Lasst uns dahin fliegen und dadurch lernen!“

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