Dies und das der letzten Tage

Für den beobachtenden Hobbyastronomen waren die letzten Tage wieder übel: Wolken und Hochnebel, mal trocken, mal mit Niederschlag. Sternenhimmel? Nix. Aber es gibt immer was zu tun!

In solch einer Phase ist es gut, wenn es andere Dinge zu tun gibt. Eine Aufgabe ist beispielsweise, das nun laufende Jahr nach lohnenswerten astronomischen Ereignissen zu durchforsten. Eine Quelle ist hier das Himmelsjahr, welches ich bei Gottie in seinem Clearskyblog gewonnen habe. Vielen Dank dafür! Eine weitere Quelle sind die Vorausberechnungen von Streifenden Sternbedeckungen, die ich als Mitglied der IOTA-ES erhalte. Das Ergebnis ist dieses Jahr ernüchternd: keine nennenswerten Mond- und Sonnenfinsternisse, dazu kaum verwertbare Streifende Sternbedeckungen in heimischen Gebiet. Hier die Aufstellung.

Da bei diesen zeitkritischen Ereignissen ja in der Regel das Wetter ein sehr kritischer Faktor ist, lohnt auch die Vorbereitung weniger zeitkritischer Beobachtungen: Deep Sky. Unter dem Weihnachtsbaum lag dieses Jahr „The Arp Atlas of peculiar galaxies“. Dieses Buch enthält Fotos und Hintergründe zu diesem Atlas, beispielsweise eine Beschreibung der Arbeit von Halton Arp. Interessant sind die amateurastronomischen Bilder und visuellen Beschreibungen der Galaxien dieses Katalogs. Viele dieser Galaxien stehen in Wechselwirkung miteinander oder sind das Ergebnis von Galaxienkollisionen. Leider sind sehr viele Katalogeinträge echte Herausforderungen, aber das gehört eben dazu und macht das Beobachten ja auch so spannend.

Meine Frau hatte noch eine sehr gute Idee: sie schenkte mir die DVD „Im Schatten des Mondes“. Diese DVD enthält einen Film über das Mondlandeprogramm mit zahlreichen Interviews mit den noch lebenden Astronauten. Bild- und Tonmaterial sind herausragend – beispielsweise umfasst der Film eine Fahrt mit dem Mondauto. Also, wen das nicht fasziniert, dem ist kaum noch zu helfen … naja. Okay. Alles ist Geschmacksache. Aber eines möchte ich an dieser Stelle mal betonen, weil es immer unter die Wurst kommt, von meinem derzeitigen Diplomstudenten jedoch so schön in seiner Arbeit über Innovationsmanagement erwähnt wird: die Mondlandung war eine enorme Herausforderung, für die einiges an Projektmanagementwerkzeugen geschaffen wurde. Der Phase-Review-Prozess wurde damals von der Industrie übernommen und ist heute aus den meisten Firmen kaum noch hinwegzudenken, wobei er natürlich weiterentwickelt wird, siehe hier. Natürlich hat er sich weiterentwickelt; ganz offensichtlich war dies ein selten erwähnter – aber sehr wichtiger – „Spin-Off“ der Mondlandung.

Neben diesen Dingen schreibe ich zur Zeit auf meiner Guitalele ein kleines Instrumentalstück, das den vorläufigen Namen „Luisa“ trägt (warum wohl, hehe). Daneben konnte ich noch Mark Knopflers „Get Lucky“ heraushören und üben.

Demnächst mehr!

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