Ein Objektivvergleich

Draußen stürmt es und viele Wolken versperren die Sicht auf den Himmel. Daher kann ich noch nicht vom Kometen Lovejoy berichten. In meiner Jahresvorschau hatte ich von Fotografie mit kurzer Brennweite geschrieben, wozu ich auch 135mm rechnen möchte. Für meine Zwecke ist das schon recht kurz. Nebenstehend ein Foto vom Mond, das mit einem 135mm-Objektiv (maximale Blende:  2,8) entstand.

Dieses Objektiv stammt noch aus der Zeit chemischer Fotografie und hat einen M42-Anschluss. Unter Umständen ist es auch schon so alt wie ich, ähem. An meine Spiegelreflex kann ich das Objektiv mit einem Adapter anschließen, muss es dann jedoch manuell bedienen, zum Beispiel scharfstellen.

Eigentlich wollte ich das Objektiv schon am Nachthimmel testen, doch das Wetter unterband das bisher. Also muss ein Kran, den ich am Horizont sehe, als Objekt am Taghimmel herhalten. Nebenstehend eine Aufnahme dieses Krans bei f/2,8, also voller Öffnung. Offensichtlich habe ich nicht exakt auf den Kran scharfgestellt, denn ein Teil des Daches vor dem Kran ist richtig scharf. Dies ist zu beachten, wenn man das Bild mit dem folgenden Bild vergleicht.

Für die Spiegelreflex besitze ich ein Zoomobjektiv von Sigma, das sich ebenfalls auf 135mm Brennweite einstellen lässt. In der Datei sind 133mm verzeichnet, die Bilder sind daher recht gut miteinander vergleichbar. Offensichtlich funktioniert der Autofokus der Kamera zusammen mit diesem Objektiv sehr gut. Die maximale Öffnung dieses Objektives beträgt bei dieser Brennweite f/4,5, ist also lichtschwächer als das M42-Objektiv.
Im Ergebnis ist das M42-Objektiv ein guter Nachthimmelkandidat. Sollte sich die maximale Öffnung von f/2,8 nutzen lassen, würde das die notwendigen Belichtungszeiten erheblich verkürzen. Es wird sich zeigen, ob die erreichbare Bildschärfe und Ausleuchtung einen Betrieb bei f/4 notwendig machen.

Ich bin gespannt und hoffe, erste Tests mit dem Kometen Lovejoy durchführen zu können. Gelingt das, werde ich natürlich hier berichten.

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2 Antworten auf Ein Objektivvergleich

  1. Christian Weis sagt:

    Servus Frank,

    viel Glück mit dem Kometen. Stürmisch war es heute bei uns auch, aber ich glaube euch hat es schlimmer erwischt.

    Viele Grüße,
    Christian

    P.S.: Werde deine Mail demnächst beantworten, sorry daß es solange dauert. Faröer wird wohl nix…

  2. Frank sagt:

    Moin Christian!
    Rüdiger näher an Hamburg hatte heute schon Glück und den Kometen freiäugig in einer Wolkenlücke gesehen. Nun hoffe ich auch auf eine passende Lücke 🙂
    Die Wetterwarnungen fürs Allgäu lasen sich schlimmer als das, was wir hier haben. Wobei, es liegen viele Äste am Boden und im Stadtgebiet hat es auch Bäume umgelegt. Man hört seit gestern die Feuerwehren sehr oft. Jedenfalls hoffe ich, dass es bei Dir glimpflich abgegangen ist!
    Ah, und keinen Stress mit der Mail … aber ich freue mich drauf.
    Viele Grüße
    Frank

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