
Früh entstand in mir eine Frage zu Werdeburg: Gibt es einen Krimi dort? Ich habe in meinem Leben schon viele Krimis und Science Fiction gelesen, also lag diese Frage nahe. Meine Antwort: „Nein, gibt es (noch) nicht.“ Aber es gibt jetzt den zweiten Anlauf! Und dazu schreibe ich hier ein paar Worte aus meiner Schreibwerkstatt.
Über den ersten Anlauf will ich gar nicht viel sagen. Denn vielleicht schreibe ich diese Geschichte auch noch. Das Expose fand ich beim erneuten Lesen nach Monaten gar nicht so schlecht. Also verrate ich hier lieber nichts. Und es gibt ja vom neuen Fall zu erzählen!
Lange Zeit dachte ich: Ich will in Werdeburg niemanden Sterben lassen. Astronomen morden nicht.
Naja, das wäre zwar schön, aber wer weiß?
Außerdem las ich über Autoren, dass sie oft über Dinge schreiben, die sie gar nicht machen wollen.
Zurück in die Gegenwart. Nun hatte ich eine Todesidee. Opfer, Art des Todes. Passend dazu die Umgebung. Und seit Jahren denke ich über Ermittler oder ein Ermittlerteam nach. Jetzt fiel mir ein: Da gibt es doch zwei Personen bei Dir, die ein Team bilden können!
Mord und Ermittler. Schon mal gut.
Und dann ging es weiter mit Verdächtigen. Wer, außer dem Täter, kommt noch in Frage? Auch da kamen mir Ideen. Auch zu den Gründen, die sie haben und weshalb sie in Verdacht geraten.
Als nächstes: Alibis der möglichen Täter. Da hatte ich schnell Ideen.
Und damit kam auch gleich die Idee, Wendepunkte in der Geschichte zu haben. Zwei wollte ich haben – und der zweite Wendepunkt kam praktisch mit den Alibis.
Mord, Ermittler, Alibis. Also weiter.
Denn: Der Täter und die Verdächtigen haben vielleicht Motive. Doch wie sehen die aus? Auch hierzu kamen Gedanken.
Mal sehen, was noch an Ergänzungen kommen kann, die in so eine Geschichte gehören. Hierzu hatte ich schon Ideen und Werdeburg bietet hier schon einiges.
„Kill your darlings“ heißt es beim Schreiben. Aber dazu lernte ich: Ideen können mir abends kommen und am nächsten Morgen sind sie noch da. Wenn Ideen so sind, sind sie meist nicht schlecht. Und über eine konkrete Idee war ich noch am nächsten Morgen begeistert. Ich nahm sie dann in den Entwurf auf. Andere „gute Ideen“ hatte ich mehrmals und mehrmals auch verworfen. Eine andere Idee hatte ich schon in die Inhaltszusammenfassung eingearbeitet, merkte jedoch am nächsten Tag, dass sie woanders viel besser passt.
Schwierig ist halt noch, wie ein Ermittler zu denken und die Arbeit der Polizei zu kennen. Da bin ich gespannt, vielleicht kaufe ich dazu noch ein Buch – denn es gibt solche Literatur.
Aus dem Expose ist nun eine Szenenliste geworden. Dann folgt bei mir das eigentliche Schreiben. Und noch nie hatte ich solch einen Spaß dabei. Aber zur Entwarnung: Bei meinem Schreibtempo kann es noch dauern, bis der Krimi fertig ist. Selbst wenn ich aktuell schon weiter als bis zur Hälfte gekommen bin.
Und dann sind da noch weitere Dinge! Wie wird der Titel lauten? Wie kann ein Titelbild aussehen? Und wie vermarkte ich den Krimi eigentlich (Buch, ebook, umsonst oder gegen Geld)?
Aber ist merke ich schon: Ich schreibe diesen Krimi, weil mir das Spaß bereitet. Wenn es andere auch erfreut, ist es gut. Doch es geht mir um das Kennenlernen eines Krimiplanens und das Schreiben.
Wenn jemand Erfahrung mit Krimis hat, das Thema spannend findet aber nichts von Astronomie weiß: Bitte gerne melden.