Es gibt Dinge …

… die sollte es besser nicht geben. Mein zweites Teleskop bekam ich zur Konfirmation: ein 114mm-Newton-Spiegelteleskop. Im Zubehör befand sich ein Okularsonnenfilter. Solche Filter werden – wie der Name andeutet – teleskopseitig an das Okular angeschraubt. Damit arbeiten sie sehr nahe am Brennpunkt – und das ist sehr gefährlich!

Nahe des Brennpunktes sind die Sonnenstrahlen sehr stark gebündelt. Der Sonnenfilter muss das Sonnenlicht jedoch um einen Faktor 100.000 oder mehr reduzieren. Dabei heizt sich der Filter auf.

Das Foto zeigt das schwarze Filterglas und einen hellen senkrechten Streifen. Dieser bedeutet, dass der Filter in zwei Teile zersprungen ist.

Dies ist kein Transport- oder Lagerschaden.

Ich beobachtete damals, irgendwann Anfang der 1990ziger Jahre, die Sonne und benutzte diesen Filter. Zum Glück zeichnete ich, denn als ich gerade nicht ins Okular sondern auf das Zeichenblatt guckte, hörte ich ein leichtes „Pling“ nahe meinem Ohr. Als ich wieder ins Okular gucken wollte, merkte ich schon vor dem Blick hindurch, dass da was nicht stimmte. Die Ursache des Geräusches war mir schnell klar, denn ich sah grelle Lichtstrahlen durch das Okular treten. Ich holte das Okular heraus und fand meine Vermutung bestätigt: der Filter war geplatzt.

Seit diesem Tag und Erlebnis habe ich Okularsonnenfilter vom Teleskop verbannt.

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