In der Cassiopeia: Messier 52 und andere

Der heutige Beitrag zeigt den offenen Sternhaufen Messier 52 und einige Gaswolken im Sternbild Cassiopeia. Das nebenstehende Titelbild zeigt nur einen kleinen Ausschnitt einer Aufnahme, die Mitte Januar mit einem 105mm Objektiv aufgenommen wurde. Die Aufnahme selbst zeigt einen Ausschnitt der Milchstraße und die Objekte M52, NGC 7635, NGC 7638, u.a.

Die Milchstraße ist für den Beobachter, egal ob er visuell oder fotografisch unterwegs ist, ein Schatzkästchen. Einige Schätze auf der Aufnahme habe ich hier markiert:

Zunächst fällt ein dichtes Band von Sternen auf, das von links oben nach rechts unten durch die Aufnahme verläuft. Dies ist ein Struktur der Milchstraße, wir schauen hier von der Erde aus durch ein Gebiet der Milchstraße mit höherer Sterndichte.

Messier 52

Dieser offene Sternhaufen ist schon in Ferngläsern sichtbar und im kleinen Teleskop ein schöner Anblick. Mit zunehmender Öffnung gewinnt der Sternhaufen, da von den weit über 100 Sternen auf dichtem Raum (weniger als der halbe Vollmonddurchmesser) viele nur 13te Größe besitzen.

NGC 7635

Diese selbstleuchtende Gaswolke, eine HII-Region, ist auch unter dem Namen “Blasennebel” oder “Bubble Nebula” bekannt. Für mich war es einer der Objekte, an dem ich den UHC-Filter schätzen gelernt habe. Zusammen mit M52 bildet er einen schönen Anblick, beide habe ich mit 8″ visuell oft aufgesucht. Er ist eines der Objekte, das auf meiner Beobachtungsliste nur selten steht, weil ich zu gerne visuell schwache Galaxien oder planetarische Nebel aufsuche.

NGC 7638

Ein weiterer Emissionsnebel, der allerdings bereits im Sternbild Kepheus steht. Ich muss gestehen: ich weiß nicht, ob ich dieses Objekt visuell schon einmal beobachtet habe. Wenn, dann ist es schon lange her. Die Aufnahme lässt vermuten, dass der Nebel im 10-Zöller problemlos machbar ist. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, prüfe ich das.

NGC 7510

Dies ist ein kleiner, kompakter offener Sternhaufen. Er ist wesentlich kleiner als M52, nur 4×4 Bogenminuten klein. Die hellsten Sterne sind mit 11ter Größe problemlos ab 4″ sichtbar. Wäre zu prüfen, ob die dreieckige Gestalt auf der Aufnahme auch visuell so deutlich hervortritt.

Weitere Emissionsnebel

Noch zwei weitere Kreise markieren ausgedehnte Emissionsnebel auf der Aufnahme. Neben den Kreisen habe ich die Katalogbezeichnungen eingetragen: LBN 540, LBN 533, LBN 536, LBN 537 und S157 bzw. Sh2-157. Im Internet gibt es einige sehr schöne Aufnahmen davon, eine findet sich auf Astro-photos.net.

Daten der Aufnahme:

72×30 Sekunden, f/3.2, ISO=10.000, nachgeführt mit StarAdventurer, UHC-Filter.
Visuell gab der Abend nicht viel her: nur im Zenit war die Milchstraße mit bloßem Auge sicher zu sehen. Der Himmel wirkte sehr aufgehellt, wozu auch die Schneedecke beitrug.

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