23. April 2010: Krater Copernicus und anderes

Der Himmel ist wieder wie immer: ein Flugzeug kreuzt die Spur des anderen. Es ist gut, dass sich die Dinge normalisieren, wobei ein Arbeitskollege von mir noch in einigen Tausend Kilometern festsitzt. Das erste Viertel des Mondes liegt nun schon zwei Tage zurück, laut Guide sind 73% des Mondes erleuchtet. Zu diesem Zeitpunkt ist der Krater Copernicus zu sehen:

Copernicus, 23.04.2010

In der Bildmitte zeigt sich das zentrale Element dieses Bildes: der Krater Copernicus. In seinem Zentrum waren visuell drei Elemente zu sehen, hier auf dem Bild sind zwei sichtbar: ein längliches links (westlich) und ein eher punktförmiges rechts. Die westliche Kraterwand ist terrassenartig mit mehreren Stufen geformt. Im Bild oberhalb von Copernicus ist ein Doppelkrater zu sehen, dies ist Fauth mit Fauth A. Senkrecht unterhalb von Copernicus finden wir die Krater Gay-Lussac und Gay-Lussac A, wobei letzterer der mit dem größeren Kontrast ist. Vom unteren der beiden Krater zieht sich ein feiner Strich nach links oben: Rima Gay-Lussac.
In der rechten unteren Bildecke fällt Eratosthenes ins Auge, ein Krater mit einem Dreieck aus Bergen in seinem Zentrum.

Zwischen Eratosthenes und Copernicus, ziemlich in der Mitte, ist auf dem Bild eine Kette von kleinen Kratern zu sehen. Im Fernrohr ein beeindruckender Anblick!

Unterhalb von Copernicus ziehen sich die Montes Carpatus nach links. Sie stellen den Übergang zu Mare Imbrium dar. Der helle Krater in der linken Bildecke heißt T. Mayer.

Stoßen wir tiefer ins Mare Imbrium vor:
Mond 23.04.2010, La Hire

Am mittleren oberen Bildrand liegt hart am Terminator der Krater Euler. Folgen wir dem Terminator bis zur Bildmitte, so stoßen wir auf zwei helle Punktgruppen. Die hellere von beiden heißt „Mons la Hire„. Die gruppen zeigen auf den Krater Lambert. Unterhalb davon ist der Meeresrücken „Dorsum Zirkel“ zu sehen.

Es gab noch einiges anderes zu sehen, wenn auch die Luftruhe nicht sooo doll war. Selbst Venus flackerte bei Anblick mit bloßem Auge! Mars und Venus pulsierten auf dem Monitor so stark, dass ich Aufnahmeversuche aufgab. Webcams können zwar einiges ausgleichen, soviel aber nicht.

Die Bilder entstanden mit einem C8 und einer Philips ToUCam 740k im Fokus.

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