Weihnachtspatente 2019

Alle Jahre wieder … stellt Asterythms Patente und Gebrauchsmuster vor, die im laufenden Jahr zum Thema Weihnachten veröffentlicht wurden. In diesem Jahr waren es recht wenige und sie befassen sich hauptsächlich mit dem Weihnachtsbaum. Andererseits sorgt dieser in vielen Haushalten für die weihnachtliche Stimmung und ist daher von großer Bedeutung für das Gelingen des Festes. Der Blick lohnt sich also!

Einen sehr minimalistischen Ansatz schlägt die DE 20 2019 001 504 U1 vor, vgl. Bild rechts. Der „Raumsparweihnachtsbaum“ besteht im Wesentlichen aus mehren an ihren Enden miteinander beweglich verbundenen Stäben. So entsteht eine Art „Stabpyramide“. Gerade in Wohnungen mit geradliniger und aufgeräumter Einrichtung kann ich mir einen solchen Weihnachtsbaum gut vorstellen.

Einen etwas anderen Ansatz bietet die DE 20 2019 000 527 U1. Der dort vorgeschlagene Weihnachtsbaum ist aus „flächenhaften Teilen hergestellt“, die einfach zu einer dreidimensionalen Figur zusammen gesteckt werden. Das ist mindestens in der Lagerung raumsparend. Wie die nebenstehende Abbildung dieses Gebrauchsmusters zeigt, bietet sich zudem die Möglichkeit, ein krummes Wachstum nachzuahmen. Damit erhält der Weihnachtsbaum eine ganz individuelle Note und wirkt nicht länger der Plantage entsprungen.

An das Kind in der Frau oder im Manne appelliert die DE 10 2019 118 132 A1. Ein „dreidimensionales Dekorationsobjekt“, beispielsweise ein Weihnachtsbaum, wird dieser Erfindung nach aus mehren ebenen Seitenwänden erstellt. Die Seitenwände wiederum bestehen aus ineinandersteckbaren Seitenwandmodulen. Dieser modulare Aufbau bedeutet einen großen Bastelspaß für jung und alt. Aufstellen und Schmücken des Weihnachtsbaumes wird, ganz ohne Säge und Nadelfall, zum gemeinsamen Spaß für die ganze Familie.

Nicht jeder möchte einen künstlichen Weihnachtsbaum im Raum stehen haben. Die richtige Weihnachtsstimmung käme doch nur mit einem echten Baum auf, sagt der ein oder andere. Echte Bäume lassen jedoch früher oder später die Nadeln fallen. Das ist insbesondere dann gegeben, wenn keine ausreichende Wasserversorgung besteht. Doch jetzt kommt das Problem: wie füllt man Wasser nach, wo doch die ausladenden Zweige knapp über dem Boden den Wasserbehälter am Stamm kaum erreichbar machen? Die Lösung für dieses Problem kommt diesmal aus den USA. Die US 2019/0290044 A1 schlägt eine Rohr vor, das nahe des Stammes nach oben und dann radial nach außen geführt wird. Dieser Nachfüllstutzen macht das Befüllen leicht. Der Behälter wird wie durch ein Fallrohr einer Regenrinne befüllt. Und das beste kommt noch: die Einfüllöffnung wird einfach mit Schmuck getarnt, bspw. einem Weihnachtsmanngesicht. Dessen geöffneter Mund bildet die Einfüllöffnung. Der Schmuck kann zudem noch mit Lichtern versehen sein, die niedrigen Wasserstand durch ein Lichtsignal anzeigen.

Nach dem Bastelspaß beim Errichten des Weihnachtsbaumes haben alle Beteiligten eine kleine Belohnung verdient. Wie wäre es mit einem Stück Kuchen? Und auch dies kann zu einem besonderen Spaß werden dank der DE 20 2019 102 937 U1. Es wird vorgeschlagen, in jedes Stück des Kuchens einen festen Symbolgegenstand einzubacken. Auf diese Weise entsteht ein Ratespaß für die ganze Gruppe. Gut, der Erfinder selbst scheint mehr auf Tierkreiszeichen abzuzielen, aber dem muss der geneigte Astronom ja nicht folgen.

Am Ende der Weihnachtszeit ist der Weihnachtsbaum zu entsorgen. Hierfür bietet die US 10,413,107 B1 ein interessantes Hilfsmittel, das dem Tuch aus dem letzten Jahr ähnelt: ein Weihnachtsbaumbeutel. Der Beutel ist faltbar und liegt zunächst am Boden. Er wird dann durch Anheben der Oberseite auseinandergefaltet und umgibt den Baum als Zylinder. Besonders clever sind die Taschen, die in dem Beutel eingearbeitet sind. In diesen können Christbaumkugeln und anderer Schmuck verstaut werden. Außen am Beutel sind Tragegriffe angebracht, wodurch der Transport wesentlich erleichtert wird. Das Patent bezeichnet diesen Beutel als „disposal bag“, also als Entsorgungsbeutel. Die Mülltrennung beginne schon durch die Benutzung der Taschen, schreiben die Erfinder. Und man muss den Schmuck ja auch nicht jeder Jahr entsorgen …

In diesem Sinne wünsche ich eine Frohe Vorweihnachtszeit,

Frank

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