Veni, MIDI, Vici …

Treue Leser wissen: bei mir sammeln sich Saiteninstrumente an. Mittlerweile hat sich eine schöne klangliche Vielfalt eingestellt. Es gibt für mich nichts Schöneres als den natürlich erzeugten Klang eines Instruments.

Und doch.

Es gibt Situationen, in denen das nicht reicht.

Beispiel 1: manchmal möchte man E-Gitarre spielen doch es ist gerade keine Band zur Hand. Was nun?

Beispiel 2: man komponiert ein Stück und möchte nicht nur den Klang sondern auch die Spielweise aufschreiben.

Gibt es eine Lösung?


In beiden Fällen hilft MIDI weiter. Jedoch: dazu muss man Tasteninstrumente beherrschen – und selbst dann ist das Einspielen einer Basslinie schwierig.

Die Lösung heißt Guitar-to-MIDI. Hierzu ist ein spezieller Tonabnehmer erforderlich, der jede Saite einzeln abnimmt. Dieser übergibt die Information an einen MIDI-Controller. Von diesem geht’s in den Rechner oder in einen MIDI-Expander (der also aus den MIDI-Daten Töne erzeugt).

Gut, dass ich Bausatzgitarren habe – denn an einem teuren Instrument würde ich den Akkuschrauber mit Bohrvorsatz nicht so beschwingt ansetzen 🙂

Hier Bilder des Umbaus:

(Vollbild)

Auf dem Gitarrenkorpus sind rechts die beiden standardmäßigen Humbucker zu sehen. Silbern glänzt die Brücke. Und die ist das Problem: zwecks Saitenlage ist diese bis zum Anschlag in den Korpus geschraubt. Daher konnte das eigentlich vorgesehene Montagekit nicht verwendet werden, um den lose zwischen linkem Tonabnehmer und Brücke liegenden, schmalen MIDI-Tonabnehmer zu befestigen.
Links am Ende des Korpus ist eine Kontrollereinheit zu sehen, die die Signale vom Tonabehmer aufbereitet und zudem mit dem Signal der beiden Humbucker mixt.


(Vollbild)

Das zweite Bild zeigt den befestigten MIDI-Tonabnehmer im Detail. Gut sichtbar sind Schraube und Feder der Befestigung. Unter den einzelnen Saiten sind die jeweiligen Joche zu sehen.

Das ganze funktioniert wunderbar und stört übrigens beim Spielen gar nicht.

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