Sonnensystem live am 23. Mai 2010

Am 23. Mai ergab sich in der Abenddämmerung folgendes Bild:

Sonnensystemparade

(Vollbild)

Auf diesem Bild sieht man zunächst die helle Dämmerung der vor einiger Zeit untergegangenen Sonne. Lediglich ein roter Farbsaum ist geblieben, darüber geht der Himmel in ein tiefes Blau und anschließend Schwarz über. Über dem Farbsaum findet sich – mit einem weißen Kreis markiert – die Venus. Ein zweiter weißer Kreis markiert den nächsten Planeten: Mars. Mit roten Kreisen sind die Hauptsterne des Sternbilds Löwe gekennzeichnet. Im linken, oberen weißen Kreis ist Saturn zu finden. Waagrecht links daneben steht schließlich der Mond. Anhand der roten Kreise lässt sich sehr schön die Ekliptik verfolgen. Außerdem ist zu sehen, dass der Mond nicht exakt in der Ekliptik steht.

Für dieses Bild habe ich zwei Aufnahmen per Hand in Corel kombiniert. Die einzelnen Aufnahmen wurden 6s bei Blende 4,5 und 800 ASA belichtet, die Brennweite betrug f=18mm.

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8 Antworten auf Sonnensystem live am 23. Mai 2010

  1. Hallo Frank,

    du erinnerst dich noch an die Planetenparade von 2002? Demnächst gibt es wieder die Möglichkeit, alle Planeten (sowie die Zwergplaneten Ceres und Pluto) in einer Nacht zu beobachten. Ist Anfang/Mitte Juni der Fall, wenn Merkur früh morgens zu sehen ist.
    In der aktuellen Sky & Telescope ist ein Artikel darüber, falls du den nicht schon gelesen hast.
    Gibt diesmal leider kein Bild, wo alle gleichzeitig draufpassen.

    Viele Grüße,
    Christian

  2. Klaus Spr sagt:

    Hallo,
    hoffentlich ist die Sommernacht nicht zu kurz. Der Versuch ist es Wert, denn inzwischen habe ich eine solche Gelegenheit 2x verpasst.

    Grüße aus Heuchelheim
    Klaus

  3. Hallo Klaus,

    da bin ich diesmal zuversichtlicher. Die Wetteraussichten hier und die südlichere Lage sind sehr vorteilhaft.
    Wünsche dir/euch auf jeden Fall viel Erfolg!

    Viele Grüße,
    christian

  4. Frank sagt:

    Jungs,

    mir fällt dazu auch jene Nacht ein, in der wir Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun beobachtet haben. Wir sind nur an Pluto gescheitert, da wir für den 13,5mag Planeten nahe der Milchstraße nur eine Karte mit Sternen 11ter Größe hatten. Aber: nach zeitgenössischer Lesart haben wir damals alle Planeten gesehen 🙂

    Muss mal gucken, vielleicht ergibt sich ja am Fronleichnamwochenende eine Gelegenheit? Jedenfalls viel Glück uns allen.

    Ich meine, 2002 hätte ich mal Planeten in der Abenddämmerung zusammen mit meinem 16er fotografiert. Ich gehe mal auf die Suche!

    Tschüss

    Frank

  5. Hallo,

    hab’s geschafft! Alle Planeten incl. Pluto und Ceres in einer Nacht.

    Viele Grüße,
    Christian

  6. Frank sagt:

    Glückwunsch Christian!

    Welcher Planet war denn die größte Herausforderung? Merkur?

    Hab’s selbst nicht hinbekommen, hatte zwischendurch Rückenprobleme. Wenigstens bin ich trotzdem zum Beobachten gekommen 🙂

  7. Schwierig zu sagen. Aus klassischer Sicht wohl Pluto. Nach zeitgenössischer Ansicht war es eher Neptun. Problem hier war, dass er nicht zu weit vom Mond weg stand. Musste einige Sterne abklappern, bis ich ihn endlich gefunden habe. Merkur war nicht schwierig, sondern sogar mit dem bloßen Auge sichtbar. Die Herausforderung hier war, ihn rechtzeitig zu sehen. Er war höchstens eine halbe Stunde zu sehen, bevor er durch die zunehmende Helligkeit verschwand..

    Jaja, so oft wie ich mir wünsche komme ich auch nicht zum Beobachten. Momentan ist es hier seit einer Woche mehr oder weniger bewölkt. Letzte Nacht war es mal wieder klar, dafür Wind ohne Ende. Naja, M83 war trotzdem sehr nett (hab ich mir von zwei Mitbeobachtern bestätigen lassen 😉 Schon auf den ersten Blick als Balkenspirale zu sehen – dank der weit höheren Lage über dem Horizont.

  8. Frank sagt:

    In Sachen Wetter: aha! Deine Anwesenheit wird sich am Ende noch in der Bewölkungsstatistik niederschlagen und für Gesprächsstoff unter Astronomen sorgen. „Weißt Du noch, dieses Jahr mit den 100 Tagen Wolken am Stück?“ … Scherz beiseite.

    M83 habe ich jahrelang nur beim Messiermarathon im dämmrigen Abendhimmel gesucht. Der erste Blick nahe Kulmination war seinerzeit eine Offenbarung!

    Was Neptun angeht: klar, die Säufersonne stört natürlich erheblich. Überhaupt, durch ihre Ausdehnung sind die äußeren Planeten gar nicht mal sooo hell wie die Helligkeitsangaben vermuten lassen.

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