{"id":495,"date":"2012-05-01T15:55:53","date_gmt":"2012-05-01T14:55:53","guid":{"rendered":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=495"},"modified":"2012-05-01T15:55:53","modified_gmt":"2012-05-01T14:55:53","slug":"vor-anker-im-regenmeer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=495","title":{"rendered":"Vor Anker im Regenmeer"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2012\/20120430mond.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2012\/20120430mond_t.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"225\" \/><\/a>Ein Umzug bringt doch vieles Durcheinander und so finde ich erst nach und nach die Ger\u00e4tschaften meiner Astronomieausr\u00fcstung wieder. Vor allem finden die Dinge erst langsam einen sinnvollen Platz. Aber da liegt ja auch immer eine Chance drin. Letzte Nacht klarte es jedenfalls auf und ich konnte mit dem TV85 visuell beobachten, Dreh- und Angelpunkt war der Mond, vgl. Bild: Mond am 30.04.2012 um ca. 22h20 MESZ.<!--more--><\/p>\n<p>Das Bild entstand \u00fcbrigens gestern fokal durch den TV 85-Refraktor, wobei der Korrektor zum Einsatz kam. Die folgend beschriebenen visuellen Eindr\u00fccke ergaben sich mit Hilfe des 4,7mm Ethos-Okulars, welches etwa 127fache Vergr\u00f6\u00dferung liefert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=487\">Meinem eigenen Ratschlag folgend<\/a> standen zun\u00e4chst die im Augenblick leicht sichtbaren Planeten auf meinem Beobachtungsprogramm. <strong>Venus<\/strong> im Westen zeigt eine deutliche Sichelgestalt, d.h. das Venusscheibchen ist schon zu weit weniger als der H\u00e4lfte ausgeleuchtet, ich sch\u00e4tzte den Beleuchtungsrad auf etwa ein Drittel. Guide8 meint dazu \u201e27%\u201c, also liegt die Sch\u00e4tzung gar nicht so fern.<\/p>\n<p>N\u00e4chster Planet im Bunde war <strong>Mars<\/strong>. Sein Durchmesser ist bereits auf knapp 10 Bogensekunden geschrumpft. Das ist f\u00fcr den kleinen 3,5\u201c-Refraktor nicht mehr die Welt (Venus hat immerhin 37\u201c). Trotzdem war eine dunkle Zone auszumachen.<\/p>\n<p>\u00dcberrascht hat mich jedoch <strong>Saturn<\/strong>. Dessen Ringsystem ist weit ge\u00f6ffnet, was ein beeindruckendes Schauspiel liefert. Die \u00dcberraschung lag jedoch in den ausgepr\u00e4gten Farben, denn so viele Braunt\u00f6ne sind mir aus vorherigen Beobachtungen nicht gel\u00e4ufig. Vermutlich liegt es am Refraktor. N\u00f6rdlich (auf den Himmel bezogen) des Saturn\u00e4quators war ein kr\u00e4ftig dunkelbraunes Band zu erkennen. Der Ring selbst zeigte nach au\u00dfen hin eine Helligkeitsabstufung, die vermutlich in H\u00f6he der Cassini-Teilung liegt und A- und B-Ring charakterisiert.<\/p>\n<p>Damit komme ich zum doch schon 9,58 Tage alten <strong>Mond<\/strong> und dem Titel dieses Artikels. \u201eVor Anker im Regenmeer\u201c w\u00e4hlte ich, da mir eine ankerf\u00f6rmige Bergformation im <em>Mare Imbrium<\/em> ins Auge sprang. Es handelt sich hierbei um einen Teil der <em>Montes Teneriffe<\/em> bei 13\u00b0W und 47\u00b0N (Mondkoordinaten) und ist im alten R\u00fckl auf Karte 11 zu finden.<\/p>\n<p>Auf Karte 20 fiel mir <em>Mons La Hire<\/em> auf, dessen Flanke hell im Sonnenlicht strahlte. <em>Dorsum Zirkel<\/em>, eine 210 km lange Anordnung von Meeresr\u00fccken, wurde flach von der Sonne angestrahlt und bildete hierdurch ein dramatisches Schattengebilde. Krater <em>Lambert<\/em> verbarg seinen Zentralberg im tiefen Dunkel seines Kraterwandschattens. Die Mondfahrt endete dann am Krater <em>Erathostenes<\/em>, der gleich drei Berge im Zentrum zu bieten hatte.<\/p>\n<p>Bei Gelegenheit m\u00f6chte ich noch Bilder nachlegen \u2013 dazu muss jedoch wieder die komplette Ausr\u00fcstung griffbereit liegen. Der neue Standort erm\u00f6glicht mir, den Mond auch zu sp\u00e4teren Mondphasen noch vern\u00fcnftig zu beobachten. Ich werde berichten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Umzug bringt doch vieles Durcheinander und so finde ich erst nach und nach die Ger\u00e4tschaften meiner Astronomieausr\u00fcstung wieder. Vor allem finden die Dinge erst langsam einen sinnvollen Platz. Aber da liegt ja auch immer eine Chance drin. 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