{"id":372,"date":"2012-01-06T11:49:59","date_gmt":"2012-01-06T10:49:59","guid":{"rendered":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=372"},"modified":"2012-01-06T11:49:59","modified_gmt":"2012-01-06T10:49:59","slug":"im-winter-nach-spitzbergen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=372","title":{"rendered":"Im Winter nach Spitzbergen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2012\/20120102mond2_c.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2012\/20120102mond2_t.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"290\" \/><\/a>Noch sind wir vom Winter verschont geblieben, wenn ich mal von den nahe gelegenen H\u00fcgeln des Westerwalds absehe. Ehrlich gesagt ist das eine angenehme Abwechslung zu den Schneemengen der letzten Jahre, die insbesondere in der Zeit meines Schneer\u00e4umdienstes fielen. Freunden des Schnees bleibt nun beispielsweise die Fahrt in die Alpen oder nach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spitzbergen_%28Inselgruppe%29\">Spitzbergen<\/a>, um doch noch in den Genuss winterlicher Freuden zu gelangen. Nebenstehend eine Aufnahme, die nun sowohl die Alpen als auch Spitzbergen zeigt (<a href=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2012\/20120102mond2.jpg\">Bild ohne Bezeichnungen<\/a>).<\/p>\n<p><!--more-->Diese Aufnahme entstand ebenfalls am 2.1.12 bei lausigem Seeing mit dem TV85 und einer TIS-Kamera in Okularprojektion (15mm Vixen LV). Sie wird beherrscht vom Mare Imbrium, welches den oberen Teil der linken Bildh\u00e4lfte ausf\u00fcllt. Trotz der unangenehm wabernden Luft sind einige Details erkennbar, auf die ich nun eingehen und zum Nachbeobachten empfehlen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Beginnen wir mit dem <strong>Vallis Alpes<\/strong> (Nr. <strong>1<\/strong>), welches auch \u201eAlpenquertal\u201c genannt wird. Dieser Name beschreibt es recht treffend: zum einen ist es ein tiefes Tal, welches unmittelbar den lunaren Alpen zugeordnet ist. Zum andere ist es quer zur Lage des Alpenhauptkammes ausgerichtet, beinahe rechtwinklig. Bei zunehmendem Mond sind Alpen und Alpenquertal lohnende Objekte auch f\u00fcr kleine Teleskope.<\/p>\n<p>Pirschen wir uns an Objekt Nr. <strong>2<\/strong> heran, dem lava\u00fcberfluteten <strong>Krater Cassini<\/strong>, der laut R\u00fckl etwa 57 km durchmisst. In seinem Inneren stehen die Krater Cassini A (der gr\u00f6\u00dfere und dramatisch hellere) und Cassini B. Trotz des noch immer in recht schr\u00e4gen Winkel auf diese Gegend fallenden Sonnenlichts treten die Kraterw\u00e4nde von Cassini nur schwach hervor. Ein Zeichen daf\u00fcr, wie stark der Krater versunken ist.<\/p>\n<p>Die Nummer <strong>3<\/strong> vergab ich an den <strong>Krater Calippus<\/strong>. Spannend finde ich den starken Kontrast der sich gegen\u00fcberliegenden Kraterw\u00e4nde und den hellen Fleck im Kraterinneren. Dieser Fleck auf der Aufnahme deutet eine zentrale Erhebung an.<\/p>\n<p>Weiter geht es zum <strong>Krater Eudoxus<\/strong> (Nr. <strong>4<\/strong>). Dieser besitzt auff\u00e4llig terrassierte Kraterw\u00e4nde, au\u00dferdem wirkt auch hier der Boden des Kraterinneren ungleichm\u00e4\u00dfig hell.<\/p>\n<p>Machen wir noch einen kleinen Ausflug nach Teneriffa und stoppen bei <strong>Mons Piton <\/strong>(Nr.<strong> 5<\/strong>), einem laut R\u00fckl gut 2000 m hohen einzeln aus dem Mare Imbrium aufragenden Berg. Jedenfalls soll ein Berg auf Teneriffa als Namenspate gedient haben.<\/p>\n<p>Von Teneriffa fliegen wir nun \u00fcber das Mare Imbrium knapp 200 km hin\u00fcber zu den <strong>Montes Spitzbergen<\/strong> (Nr. <strong>6<\/strong>), die sich auf einer L\u00e4nge von knapp 60 km bis zu 1500 m \u00fcber den Meeresboden erheben.<\/p>\n<p>Die Bergkette im linken unteren Bildviertel hatte ich schon in <a href=\"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=160\">einem Artikel am 21.05.2010<\/a> erw\u00e4hnt, vergleiche dort <a href=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2010\/20100521_3.gif\">Bild 3<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch sind wir vom Winter verschont geblieben, wenn ich mal von den nahe gelegenen H\u00fcgeln des Westerwalds absehe. Ehrlich gesagt ist das eine angenehme Abwechslung zu den Schneemengen der letzten Jahre, die insbesondere in der Zeit meines Schneer\u00e4umdienstes fielen. 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