{"id":2011,"date":"2020-09-13T15:55:53","date_gmt":"2020-09-13T14:55:53","guid":{"rendered":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=2011"},"modified":"2020-09-13T15:55:53","modified_gmt":"2020-09-13T14:55:53","slug":"zum-schreiben-von-science-fiction-science","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=2011","title":{"rendered":"Zum Schreiben von Science Fiction: Science"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2020\/20200913teil1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium\" src=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2020\/20200913teil1_t.jpg\" width=\"600\" height=\"338\" \/><\/a>K\u00fcrzlich hatte ich mir Gedanken zum Schreiben in Genres gemacht und dazu das Genre Krimi beleuchtet. F\u00fcr einen Weltraumbegeisterten wie mich liegt nat\u00fcrlich ein anderes Genre n\u00e4her: Science Fiction. Hierzu hatte ich einen Artikel angek\u00fcndigt. Mit diesem ringe ich seit Wochen und bin zum Ergebnis gekommen, eine kleine Serie daraus zu machen. Zun\u00e4chst betrachte ich in einem ersten Artikel einen Teilaspekt: die Bedeutung von &#8220;Science&#8221; in diesem Genre &#8211; und was das f\u00fcr meine Schreibaktivit\u00e4ten derzeit hei\u00dft.<!--more--><br \/>\nAm Thema &#8220;Science&#8221; in Science Fiction (SF) scheiden sich die Geister und erhitzen sich die Gem\u00fcter.<\/p>\n<p>Ein Ansatzpunkt f\u00fcr einen Science Fiction kann ein aktuelles (natur-)wissenschaftliches Thema sein, das der Autor aufgreift und mit Fantasie weiterentwickelt. Die Richtung der Weiterentwicklung kann nahe an der realen Entwicklung liegen, muss sie aber nicht.<\/p>\n<p><strong>Beispiele: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>In den 1940er schrieb Hans Dominik &#8220;Atomgewicht 500&#8221;. Zu dieser Zeit war die Nuklearforschung ein hei\u00dfes Thema, wobei noch sehr viele Grundlagen unbekannt waren.<\/li>\n<li>In den 1960ern kam die Mondlandung in greifbare N\u00e4he, die Raumfahrt entwickelte sich rasant. Zu dieser Zeit entstand (unter anderem) Perry Rhodan. In dieser bis heute w\u00f6chentlich erscheinenden Serie trafen unsere ersten Raumfahrer auf Au\u00dferirdische mit \u00fcberlegener Technik.<\/li>\n<li>Sarah Pinskers Buch &#8220;A song for a new day&#8221; griff in 2019 die Idee auf, welche Auswirkungen ein t\u00f6dliches und kaum behandelbares Virus haben kann &#8211; hier ist solch ein Virus der eine Ansatzpunkt in Wissenschaft, der andere ist &#8220;augmented reality&#8221; oder &#8220;virtual reality&#8221;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Manches liegt n\u00e4her an Technik als an Grundlagenforschung, doch das ist nicht so entscheidend.<\/p>\n<p>Viele Geschichten, die dem Genre SF zugeordnet werden, verzichten vollst\u00e4ndig auf einen wissenschaftlichen Anker. Das reicht vom W\u00fcstenplanet, Aliens, Star Trek bis Star Wars.<\/p>\n<p>Es hat sich daher das Subgenre &#8220;Hard SF&#8221; ausgebildet, in welchem Autoren versuchen, so dicht wie m\u00f6glich an den derzeitigen M\u00f6glichkeiten zu bleiben. Also: keine \u00fcberlichtschnelle Raumfahrt, kein Teleportieren durch Geisteskr\u00e4fte, usw. Als ein Beispiel dieses Subgenres f\u00e4llt mir Brandon Q. Morris mit seinen Geschichten um den Saturnmond Enceladus ein.<\/p>\n<p>Doch die Grenzen sind flie\u00dfend, wie Alastair Reynolds in seinem &#8220;Revelation Space&#8221; zeigt. Die Raumfahrt ist dort durchaus im Rahmen dessen, was wir uns heute vorstellen k\u00f6nnen. Die k\u00f6rperlichen Ver\u00e4nderungen am Menschen hingegen scheinen mir das Pendant zum \u00dcberlichtantrieb zu sein &#8211; eben aus heutiger Sicht.<\/p>\n<p>Auch heute gibt es noch immer viele Ph\u00e4nomene aus der Wissenschaft, die Grundlage f\u00fcr eine Geschichte sein k\u00f6nnen: Schwarze L\u00f6cher, wei\u00dfe L\u00f6cher, Gravitation u. dgl. mehr<\/p>\n<p>Das sind spannende Themen, um Geschichten darum zu entwickeln. Das Problem: bei dunkler Materie und anderen kosmischen Ph\u00e4nomenen \u00e4ndert sich der Kenntnisstand der Forschung von Jahr zu Jahr. Eine &#8220;exakt&#8221; geschriebene Geschichte kann schon wenige Jahre sp\u00e4ter peinlich wirken, weil sie einen \u00fcberholten Stand der Forschung heranzieht.<\/p>\n<p><strong>Die Bedeutung f\u00fcr mein Schreiben <\/strong><\/p>\n<p>Es gibt eine Idee von mir, die ich noch im Bereich Hard SF ansiedeln w\u00fcrde. Doch sie hat derzeit keine hohe Priorit\u00e4t. Dazu muss ich erst f\u00fcr mich kl\u00e4ren, ob ich eine humorvolle oder eine ernste Geschichte schreiben m\u00f6chte. Klar ist: je konkreter der &#8220;wissenschaftliche Anker&#8221; sein soll, desto gr\u00fcndlicher muss recherchiert werden. Selbst dann besteht noch immer die Gefahr, dass die Geschichte heute super wirkt, in zehn Jahren jedoch so peinlich wie die Lochstreifen der Computer im fr\u00fchen Perry Rhodan.<\/p>\n<p>Mir schwebt daher eine Geschichtensammlung vor, die Dinge postuliert, die es nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht geben kann. Das ist dann &#8220;Fiction&#8221;. Der &#8220;Science&#8221;-Anteil wird in der inneren Logik zu finden sein: eine in sich logische Welt zu schaffen \u00e4hnelt einem wissenschaftlichen Experiment. Schon jetzt ist klar, dass die Helden dieser Serie viele Orte aufsuchen m\u00fcssen &#8211; und an diesen k\u00f6nnen dann wieder kosmische Ph\u00e4nomene eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Es folgt: die Natur einer Fantasiewelt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcrzlich hatte ich mir Gedanken zum Schreiben in Genres gemacht und dazu das Genre Krimi beleuchtet. F\u00fcr einen Weltraumbegeisterten wie mich liegt nat\u00fcrlich ein anderes Genre n\u00e4her: Science Fiction. Hierzu hatte ich einen Artikel angek\u00fcndigt. 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