{"id":1796,"date":"2019-03-24T15:27:53","date_gmt":"2019-03-24T14:27:53","guid":{"rendered":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=1796"},"modified":"2019-03-24T15:27:53","modified_gmt":"2019-03-24T14:27:53","slug":"die-objekte-xz-und-hl-tauri","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=1796","title":{"rendered":"Die Objekte XZ und HL Tauri"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2019\/20190324hltau.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium\" src=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2019\/20190324hltau_t.jpg\" width=\"400\" height=\"299\" \/><\/a>Im Physik Journal 12\/2018 sah ich ein faszinierendes Bild: eine Aufnahme eines Sternes, der von einer Scheibe umgeben ist. Mehr noch: in der hellen Scheibe waren Ringe zu erkennen, die den Stern umgaben. Dies sei HL Tauri. Der Name bedeutet: es handelt es sich um ein als Ver\u00e4nderlichen Stern klassifiziertes Objekt im Sternbild Stier. Ein guter Grund f\u00fcr mich, mal die eigenen Fotos zu sichten &#8211; ich wurde f\u00fcndig, wie das Bild dieses Artikels zeigt.<!--more--><\/p>\n<p>Das Objekt HL Tauri wurde vom ALMA, dem &#8220;Atacama Large Millimeter\/submillimeter Array&#8221;, sehr genau untersucht. Es handelt sich bei diesem Teleskop um ein Radioteleskop in den nordchilenischen Anden. Eine schl\u00fcssige Erkl\u00e4rung der Beobachtung des ALMA ist: HL Tauri ist ein sehr junger Stern und nur etwa einhunderttausend Jahre alt. Er ist von einer protoplanetaren Scheibe umgeben und die dunklen Ringe sind Leerr\u00e4ume innerhalb der Scheibe. Solche Leerr\u00e4ume k\u00f6nnen von gerade entstehende Planeten erzeugt werden.<\/p>\n<p>Der Stern HL Tauri steht recht dicht beim Sternhaufen der Hyaden. Daher fand ich sogar zwei Aufnahmen, die diese Region zeigen. Beide entstanden bei 105mm Brennweite, was an sich viel zu kurz ist, um viel zu erreichen.<\/p>\n<p>Trotzdem finde ich das Ergebnis spannend.<\/p>\n<p>Die Bildmontage zeigt:<\/p>\n<ul>\n<li>links oben eine Aufnahme vom 14.01.2018<\/li>\n<li>rechts oben eine Aufnahme vom 12.02.2016<\/li>\n<li>Mitte unten einen Ausschnitt aus dem Sternkartenprogramm Guide von ProjectPluto mit hinterlegtem POSS-Himmelsfoto<\/li>\n<\/ul>\n<p>Rot ist jeweils das Zielobjekt eingekreist, gr\u00fcn ein Vergleichsstern, blau eine Nebelregion.<\/p>\n<p>In der Aufnahme vom 12.02.2016 sind im roten Kreis zwei waagrecht nebeneinander stehende Sterne zu erkennen. Der links ist der Stern XZ Tauri, der rechte HL Tauri. Beide Sterne sind etwa so hell wie der Stern im gr\u00fcnen Kreis.<\/p>\n<p>In der Aufnahme vom 14.01.2018 ist im roten Kreis im Grunde nur ein Stern zu sehen. Dieser ist deutlich heller als der Stern im gr\u00fcnen Kreis. XZ Tauri kann bis zu 10ter Gr\u00f6\u00dfe hell werden. Aus der Aufnahme l\u00e4sst sich durch Vergleich mit einem anderen Stern eine sehr grobe Sch\u00e4tzung von 12ter Gr\u00f6\u00dfe ableiten. In der Aufnahme vom 12.02.2016 f\u00fchrt diese Methode zu einer Helligkeitssch\u00e4tzung von 13,4mag, also deutlich schw\u00e4cher.<\/p>\n<p>\u00dcberrascht war ich, auf der Aufnahme vom 14.01.2018 noch die blau markierte interstellare Wolke zu sehen (S 239). Beinahe h\u00e4tte ich sie f\u00fcr einen Bildbearbeitungsfehler gehalten, sie ist jedoch real.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Physik Journal 12\/2018 sah ich ein faszinierendes Bild: eine Aufnahme eines Sternes, der von einer Scheibe umgeben ist. Mehr noch: in der hellen Scheibe waren Ringe zu erkennen, die den Stern umgaben. Dies sei HL Tauri. 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