{"id":176,"date":"2010-10-15T21:33:42","date_gmt":"2010-10-15T20:33:42","guid":{"rendered":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=176"},"modified":"2010-10-15T21:33:42","modified_gmt":"2010-10-15T20:33:42","slug":"zwei-neue-pn-he-1-4-und-m-3-35","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=176","title":{"rendered":"Zwei neue PN: He 1-4 und M 3-35"},"content":{"rendered":"<p>Die an ihrem Ende doch noch sehr gute Neumondphase im Oktober 2010 brachte noch zwei<br \/>\nPlanetarische Nebel (PN) mit sich. Mein C8 kam zum Einsatz, d.h. ein Schmidt-Cassegrain, 200mm f\/10. An diesem Teleskop setze ich nur einen UHC-Filter ein, kann aber trotzdem die Ethos-Okulare genie\u00dfen. Wenn man aus der Stadt visuellen Deep-Sky betreiben will, muss man einige Tricks anwenden &#8230; <!--more--><\/p>\n<p>Meine Erfahrung ist, dass selbst extreme visuelle Deep-Sky-Beobachtung aus einer mittelgro\u00dfen Stadt gut m\u00f6glich ist. Mit 50.000 Einwohnern ist Wetzlar ja nicht gerade klein und hat durchaus nennenswerte Stra\u00e9nbeleuchtung vorzuweisen. Und hier muss in einer Form ansetzen: um die Dunkeladaption zu erreichen und zu erhalten, sollten s\u00e4mtliche direkten Lichtquellen ausgeplendet werden. Bei mir ist das einfach: Wohnungslicht aus oder Rolladen gesenkt und zugeh\u00e4ngt, au\u00dferdem den Balkon verkleidet, so dass keine Lampe auf ihn scheint. Dass der Himmel dann eingeschr\u00e4nkt ist, ist egal. Das n\u00e4chste ist, eine Decke oder ein Tuch \u00fcber den Kopf zu h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Schon mit diesen kleinen Tricks geht sehr viel!<\/p>\n<p>Nun zu den zwei Objekten (\u00fcbrigens 187 und 188 in meiner Liste!):<\/p>\n<p><strong>He 1-4 <\/strong><\/p>\n<p><em>RA: 19h 59m 18.0s<br \/>\nDec: +31d 54m 44s<br \/>\nWeitere Namen: PK 068.6+01.1 PK 68+1.2<br \/>\n<\/em><br \/>\nZun\u00e4chst suchte ich den Stern TYC 2674 1492 (etwa 11te Gr\u00f6\u00dfe) auf. Seine Helligkeit macht dies an sich leicht, allerdings befinden wir uns hier im Sternbild Cygnus und damit in unmittelbarer Milchstra\u00dfenn\u00e4he. Hier ist einiges los, was das Orientieren erschwert. Ich muss gestehen: hier ist ein elektrisch nachgef\u00fchrtes und parallaktisch orientiertes Teleskop sehr angenehm. Dies gilt umso mehr, da ich immer zwischen Newton und Schmidt-Cassegrain hin- und herpendele &#8211;\u00a0 und das Bild im SC ist gespiegelt. Das bedeutet, beim Starhopping ist umzudenken!<\/p>\n<p>Sobald der o.g. Stern im Feld ist, ist eigentlich alles getan. Nun einen UHC- oder OIII-Filter einsetzen und auf das Gebiet achten, dass unmittelbar nord\u00f6stlich an den Stern angrenzt. Dort steht der PN. Hier meine Notizen aus der Beobachtungsmitschrift: <em>&#8220;strukturlose, deutliche ausgedehnte Wolke, direkt an einem hellen Stern, spricht gut auf UHC an&#8221;<\/em> &#8211; gilt sowohl f\u00fcr 153fache als auch 250fache Vergr\u00f6\u00dferung.<\/p>\n<p><strong>M 3-35 <\/strong><\/p>\n<p><em>RA: 20h 21m 03.7s<br \/>\nDec: +32d 29m 25s<br \/>\nWeitere Namen: PK 071.6-02.3 PK 71-2.1<br \/>\n<\/em><br \/>\nDies ist mal wieder ein blinkender (im Vergleich mit und ohne Filter), beinahe stellarer PN. In der Helligkeit gut vergleichbar mit dem benachbarten Stern TYC 2676 1070. Sobald man diesen gefunden hat, reicht ein einfacher Vergleich des Umfeldes mit und ohne Filter. S\u00fcd\u00f6stlich steht in etwa 1 Bogenminute Abstand der PN.<\/p>\n<p>Nach vielen weiteren Objekten, auch gescheiterten PN-Versuchen, beschlie\u00dfe ich den Abend gerne mit Leiter 4 \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die an ihrem Ende doch noch sehr gute Neumondphase im Oktober 2010 brachte noch zwei Planetarische Nebel (PN) mit sich. Mein C8 kam zum Einsatz, d.h. ein Schmidt-Cassegrain, 200mm f\/10. 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