{"id":1720,"date":"2018-09-30T11:33:24","date_gmt":"2018-09-30T10:33:24","guid":{"rendered":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=1720"},"modified":"2018-09-30T11:33:24","modified_gmt":"2018-09-30T10:33:24","slug":"marsbeobachtung-mit-ueberschaubaren-mitteln","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=1720","title":{"rendered":"Marsbeobachtung mit \u00fcberschaubaren Mitteln"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2018\/20180930mars.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium\" src=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2018\/20180930mars_t.jpg\" width=\"400\" height=\"300\" \/><\/a>Mars stand Ende Juli in Opposition zur Sonne und kam der Erde bis auf weniger als 60 Millionen Kilometer nahe. Das ist sehr dicht, selbst f\u00fcr eine Oppositionsstellung. Mittlerweile ist der Abstand schon wieder auf fast 90 Millionen Kilometer angewachsen. Nebenstehendes Bild zeigt Mars am Abend des 29. September 2018.<!--more--><\/p>\n<p>Zum Einsatz kam meine Imaging Source s\/w-Kamera DMK 31AU03 fokal an einem 10\/1000mm Spiegeltele-Objektiv, nachgef\u00fchrt auf der StarAdventurer aus meinem Fundus. F\u00fcr Planetenfotografie sind das eher einfachste Mittel, aber allzu tief sollte ich nicht stapeln: diese Ausr\u00fcstung muss man ja auch erstmal haben. Allerdings gelang es mir nicht, in Okularprojektion den Planeten einzufangen. Ich scheiterte wirklich am Ausrichten des Objektivs.<\/p>\n<p>Eine kleine Besonderheit des Aufbaus ist das Filter <a href=\"https:\/\/www.astro-shop.com\/Astronomik-ProPlanet-742-IR-Passfilter-1-25-Zoll.html\">&#8220;Planet IR Pro 742&#8221; der Firma Astronomik<\/a>. Dieses Sperrfilter l\u00e4sst Infrarotlicht durch und blockiert das sichtbare Licht. Das ist sehr sinnvoll, da Mars in dieser Opposition, gerade hier in Norddeutschland, sehr flach \u00fcber dem Horizont steht. Gestern zum Beobachtungszeitpunkt waren es nur gut 13 Grad. Die Luft ist oft sehr unruhig in dieser H\u00f6he, sie wabert sehr stark. Das war auch gestern der Fall. Hiergegen hilft das Filter IR Pro 742.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Bild wurde ein AVI mit etwa 350 Aufnahmen erstellt, diese mit der Software GIOTTO zu einem Summenbild verarbeitet, und dieses abschlie\u00dfend mit FITSWORK gesch\u00e4rft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium\" src=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2018\/20180930mars_m.jpg\" width=\"600\" height=\"450\" \/><\/p>\n<p>Die Brennweite ist f\u00fcr eine Marsbeobachtung recht kurz, eigentlich zu kurz. Umso erfreuter bin ich, dass am unteren Rand der Planetenscheibe ein heller Fleck zu sehen ist. Dies ist eine Polkappe. Au\u00dferdem ist der linke Rand abgeschattet, was daran liegt, dass die Opposition schon einige Zeit vergangen ist und wir schon die &#8220;Abendd\u00e4mmerung auf dem Mars&#8221; und einen Teil der Nachtseite sehen. Oberhalb der Polkappe ist ein dunkler Bereich, die obere H\u00e4lfte des Planetenscheibchens ist hell. Dies alles passt sehr gut zu der Darstellung, die mir die Astronomie-Software &#8220;Guide&#8221; f\u00fcr den Beobachtungszeitpunkt gibt, vgl. unten stehendes Bild.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2018\/20180930guide.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium\" src=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2018\/20180930guide_t.jpg\" width=\"600\" height=\"369\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mars stand Ende Juli in Opposition zur Sonne und kam der Erde bis auf weniger als 60 Millionen Kilometer nahe. Das ist sehr dicht, selbst f\u00fcr eine Oppositionsstellung. 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