{"id":1680,"date":"2018-05-18T15:18:11","date_gmt":"2018-05-18T14:18:11","guid":{"rendered":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=1680"},"modified":"2018-05-18T15:18:11","modified_gmt":"2018-05-18T14:18:11","slug":"beobachtung-zweier-satelliten-geostationaer-und-geosynchron","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=1680","title":{"rendered":"Beobachtung zweier Satelliten, geostation\u00e4r und geosynchron"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2018\/20180518sat.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium\" src=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2018\/20180518sat_t.jpg\" width=\"600\" height=\"383\" \/><\/a>Ein Foto des Sternhaufens Messier 48 sollte mein Fotoalbum bereichern (<a href=\"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=1677\">siehe Blogeintrag<\/a>). Am 20. M\u00e4rz konnte ich eine Serie von 32 Aufnahmen erstellen. Das w\u00fcrde reichen, dachte ich mir. Am n\u00e4chsten Abend staunte ich nicht schlecht: auf einer Aufnahme war ein Nebel zu erkennen. Bei genauerer Betrachtung war es eine Linie. Noch genauere Betrachtung zeigte: diese Linie bewegte sich in der Serie durch den Sternhaufen Messier 48 (im Bild mit einem roten Kreis hinterlegt).<!--more--><\/p>\n<p>Erster Gedanke: das ist ein Satellit. Die H\u00f6he lies gleich geostation\u00e4re Satelliten als Quelle erscheinen.<\/p>\n<p>&#8220;Warum eigentlich? Geostation\u00e4re Satelliten sollten doch Punkte sein&#8221;, mag sich der ein oder andere Leser fragen.<\/p>\n<p>Antwort: die Aufnahme ist nachgef\u00fchrt (ein Motor gleicht f\u00fcr die Kamera die Erdrotation aus), daher sind die Sterne punktf\u00f6rmig. Die geostation\u00e4ren Satelliten stehen zwar fest \u00fcber der Erde, bewegen sich jedoch relativ zu den Sternen. Wird auf die Sterne nachgef\u00fchrt, werden die feststehenden Satelliten durch die Bewegung der Kamera zu Strichen.<\/p>\n<p>Die L\u00e4nge der Striche m\u00fcsste bei 20 Sekunden Belichtungszeit und dieser Deklination etwa 5 Bogenminuten betragen, sch\u00e4tzte ich. Und die Striche hatten tats\u00e4chlich diese L\u00e4nge.<\/p>\n<p>Eine kurze Rechnung zeigte mir jedoch: das Objekt steht zu hoch! Geostation\u00e4re Satelliten stehen an meinem Beobachtungsort bei etwa 29 Grad \u00fcber dem Horizont. Das Objekt stand jedoch bei 32 Grad.<\/p>\n<p>Also besuchte ich die Website CalSky und lie\u00df mir die Satelliten zu dem Beobachtungszeitpunkt anzeigen. Und siehe da: EUTELSAT 7A war tats\u00e4chlich auf meinen Aufnahmen zu finden!<\/p>\n<p>Welcher Satellit nun die Bahn von Messier 48 kreuzte, konnte ich nicht herausfinden.<\/p>\n<p>Es handelt sich vermutlich um einen Geosynchronen Satelliten. Das ist einer, der in 24 Stunden die Erde uml\u00e4uft, wie ein Geostation\u00e4rer Satellit, dabei jedoch nicht fest \u00fcber einem Punkt der Erdoberfl\u00e4che steht. Er kann von Nord nach S\u00fcd pendeln.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Annahme eines geosynchronen Satelliten sprechen zwei Punkte:<\/p>\n<ol>\n<li>Die L\u00e4nge der Spuren ist vergleichbar<\/li>\n<li>Die obere Spur ist gegen\u00fcber der unteren geneigt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Diese Art Satellitenfernsehen macht wirklich Spa\u00df \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Foto des Sternhaufens Messier 48 sollte mein Fotoalbum bereichern (siehe Blogeintrag). Am 20. M\u00e4rz konnte ich eine Serie von 32 Aufnahmen erstellen. Das w\u00fcrde reichen, dachte ich mir. 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