{"id":1615,"date":"2017-12-17T15:18:21","date_gmt":"2017-12-17T14:18:21","guid":{"rendered":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=1615"},"modified":"2017-12-17T15:18:21","modified_gmt":"2017-12-17T14:18:21","slug":"die-beobachtungsplanung-fuer-visuelle-beobachtung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=1615","title":{"rendered":"Die Beobachtungsplanung f\u00fcr visuelle Beobachtung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2017\/20171217visuell.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium\" src=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2017\/20171217visuell_t.jpg\" width=\"400\" height=\"267\" \/><\/a>Viele Sternfreunde lieben die visuelle Beobachtung des Sternenhimmels, das Wahrnehmen von Licht, welches zum Teil Jahrmillionen unterwegs ist, um dann im Auge des Sternfreundes einen Reiz auszul\u00f6sen. Dazu ist gutes Wetter n\u00f6tig, welches hierzulande leider nicht so oft zugegen ist, wie sich der Sternfreund das w\u00fcnscht. Aber er kann die Schlechtwetterphase nutzen, die Sch\u00f6nwetterphasen vorzubereiten. Das hilft bei der Beobachtung und erh\u00f6ht die betriebenen Stunden des Hobbys. In diesem Artikel m\u00f6chte ich einige Gedanken zur Vorbereitung visueller Beobachtung darlegen.<!--more--><\/p>\n<p>Heute sind Spiegelteleskope mit 20cm l\u00e4ngst keine Seltenheit mehr und vielen Beobachtern zug\u00e4nglich. Solche Teleskope erm\u00f6glichen die Beobachtung hunderter Himmelsobjekte au\u00dferhalb des Sonnensystems: Galaxien, Sternhaufen, Gasnebel.<br \/>\nMir bringt es zus\u00e4tzliche Freude, wenn ich Objekte beobachte, die f\u00fcr mich neu sind. Die Vorbereitung hilft mir nun dabei, die Zahl der Fehlschl\u00e4ge zu reduzieren &#8211; denn manche Objekte sind zwar auf einer Sternkarte verzeichnet, f\u00fcr mich jedoch nicht erfolgreich beobachtbar. Daher versuche ich zu vermeiden, mich durch einen Abend voller Fehlversuche zu frustrieren.<\/p>\n<p>Ich organisiere meine Beobachtungsplanung in Projekten, derzeit sind es drei St\u00fcck:<\/p>\n<ul>\n<li>Planetarische Nebel (PN)<\/li>\n<li>Galaxiengruppen<\/li>\n<li>Galaxien im Pegasusquadrat<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2017\/20171217guidevis.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium\" src=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2017\/20171217guidevis_t.jpg\" width=\"400\" height=\"270\" \/><\/a>Das wichtigste Hilfsmittel ist f\u00fcr mich ein Sternkartenprogramm: Guide von ProjectPluto. Im Falle der Planetarischen Nebel kommt noch eine Liste hinzu, die mir mein Freund Christian regelm\u00e4\u00dfig zur Verf\u00fcgung stellt. Als gewiefter Beobachter n\u00e4hert er sich der Marke von 300 erfolgreich beobachteten PN und hat entsprechend gute Datens\u00e4tze.<br \/>\nDas Sternkartenprogramm erlaubt es mir, den von meinen Beobachtungsorten (bspw. Balkon) zug\u00e4ngliche Himmelsareale zu gegebenen Zeitfenstern einzustellen. Damit kann ich pr\u00fcfen, wann welches Objekt grunds\u00e4tzlich beobachtbar w\u00e4re (wenn es das Wetter und die Zeit zulie\u00dfen).<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes folgt die Einsch\u00e4tzung, mit welcher Optik ein Objekt mit hoher Wahrscheinlichkeit gesehen werden kann. Klappt es mit 10&#8243;, klappt es mit 16&#8243;, oder reichen meine Teleskope gar nicht aus?<\/p>\n<p>Um hier zu einer Einsch\u00e4tzung zu gelangen, nutze ich die Daten in Guide und kombiniere sie mit weiteren Quellen. Das sind zum Beispiel:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=1275\">Beobachteratlas f\u00fcr Kurzentschlossene<\/a><\/li>\n<li>Deep Sky Liste<\/li>\n<li>Night Sky Oberserver&#8217;s Guide<\/li>\n<li>Internet<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch die Kombination aus Erfahrungsberichten anderer Beobachter und eigener Erfahrung mit den Katalogdaten entsteht mit der Zeit ein Gef\u00fchl, wie Helligkeitsangaben im Hinblick auf Sichtbarkeit zu interpretieren sind. Beispielsweise sind PGC-Galaxien oft recht lichtschwach angegeben, meist aber sehr kompakt und daher auch bei eigentlich lichtschwachen Katalogdaten noch sichtbar. Bei planetarischen Nebeln sind stellare oder sehr solche mit sehr kleinem Durchmesser gut mit kleinen Teleskopen beobachtbar.<\/p>\n<p>Beobachtungsprojekte n\u00e4hern sich irgendwann einem Ende. Mittlerweile habe ich knapp \u00fcber 200 planetarische Nebel erfolgreich beobachtet. Damit ist mit 10&#8243;-16&#8243; und meinem n\u00f6rdlichen Standort beinahe die Grenze des Machbaren erreicht. So war es auch damals mit meinem Projekt &#8220;Galaxien in der Leier&#8221;, wo ich jenseit der 100 Galaxien angekommen bin.<\/p>\n<p>Insgesamt versuche ich, die Liste an Kandidaten in den Projekten nicht zu lang werden zu lassen. Im Augenblick ist mein visuelles Beobachtungspensum nicht so hoch, da halten die Listen einige Zeit. Das kann sich nat\u00fcrlich auch mal wieder \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Und dann gibt es die Abende, wo ich einfach nur so gucke, &#8220;alte Bekannte&#8221; unter den Objekten aufsuche und genie\u00dfe \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Es geht ja schlie\u00dflich nicht darum, sich unter Druck zu setzen. Projekte und Listen sollen einfach nur Hilfsmittel sein, um die Freude am Hobby zu vertiefen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Sternfreunde lieben die visuelle Beobachtung des Sternenhimmels, das Wahrnehmen von Licht, welches zum Teil Jahrmillionen unterwegs ist, um dann im Auge des Sternfreundes einen Reiz auszul\u00f6sen. 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