{"id":102,"date":"2009-09-25T21:38:15","date_gmt":"2009-09-25T20:38:15","guid":{"rendered":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=102"},"modified":"2009-09-25T21:49:26","modified_gmt":"2009-09-25T20:49:26","slug":"streifende-sternbedeckung-hip-87306","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/asterythms.net\/blog\/?p=102","title":{"rendered":"Streifende Sternbedeckung HIP 87306"},"content":{"rendered":"<p>Wer mich kennt und\/oder diesen Blog verfolgt, kennt eine meiner Beobachtungsleidenschaften: Bedeckungen. Dabei handelt es sich oft um <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stratus\">solche<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cirrus_(Wolke)\">solche<\/a> oder <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cumulus\">solche<\/a>. Insbesondere jedoch haben es mir Streifende Sternbedeckungen am Mondrand und Sternbedeckungen durch Kleinplaneten angetan. F\u00fcr heute (25.09.2009) stand eine &#8220;Streifung&#8221; des Sterns HIP 87306 an. Und dies ist mein Bericht.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Eines war von vorneherein klar: dies war ein ambitioniertes Projekt. Der Stern ist nur mit einer Helligkeit von 7 mag angegeben und das Ereignis w\u00fcrde in 9 Grad H\u00f6he \u00fcber dem Horizont stattfinden. Damit das dann klappt, muss das Wetter gut sein. Danach sah es tags\u00fcber zun\u00e4chst nicht aus, zumal wir in den letzten N\u00e4chten schon eine Nebelneigung hatten. Der Ereigniszeitpunkt, etwa 20h38 MESZ war da auf meiner Seite, denn zu dieser Zeit ist bodennaher Nebel eher selten.<\/p>\n<p>Um 19h war es klar. Also holte ich meinen 16-Zoll-Dobson und fuhr ins Feld. Der Standort war 8d30m32&#8243; Ost und 50d40m28s Nord nahe der L3278. Damit w\u00fcrde ich etwa 3 km von der Nulllinie des <a title=\"Bedeckungsprofil\" href=\"http:\/\/www.asterythms.net\/bilder\/2009\/20090925.txt\">Profils<\/a> entfernt stehen. Das Profil (die Daten stammen von der <a href=\"http:\/\/www.iota-es.de\/\">IOTA-ES<\/a>, deren Mitglied ich seit Jahren bin) reichte jedoch bis reichlich 4 km \u00fcber die Nulllinie hinaus, so dass dieser Standort wenigstens ein Ereignis erwarten lies.<\/p>\n<p>Die Fahrt hatte eines ganz schnell klar werden lassen: wenn \u00fcberhaupt w\u00fcrde nur dieser Standort gehen, denn je n\u00e4her ich dem interessanten Gebiet kam, umso n\u00e4her kam ich einer Wolkendecke. Am Standort angekommen konnte ich zun\u00e4chst aufatmen: der Zenit war dicht, der Mond jedoch gut sichtbar und ein St\u00fcck von den Wolken entfernt. Also beobachtete ich eine Weile den Mond.<\/p>\n<p>Wer jetzt die Links eingangs dieses Beitrags angeklickt hat, wei\u00df was folgt:<\/p>\n<p>Gegen 20h05 war der Mond dann von leichten Schleiern bedeckt. Um 20h15 war er ganz weg. Um 20h20 kam er noch mal kurz raus &#8211; danach war nichts mehr zu holen. Daher konnte ich eine Weile das seltsame Fahrverhalten der Einheimischen auf der benachbarten L3278 beobachten. Da \u00fcberholten Autos mit Anh\u00e4ngern Autos ohne Anh\u00e4nger und so weiter.<\/p>\n<p>Gut 20h50 hatte ich dann alles wieder im Auto verstaut und fuhr nach Hause (wobei ich einem Fuchs ausweichen musste, was einem mir im Kofferaum h\u00e4ngenden Einheimischen beinahe zum Verh\u00e4ngnis geworden w\u00e4re).<\/p>\n<p>Zwar ist es mal wieder schiefgegangen &#8211; und wahrlich nicht zum ersten Mal. Aber es hat trotzdem Spa\u00df gemacht. Diese Art Astroabenteuer sind wirklich zu empfehlen, selbst wenn sie mit Bew\u00f6lkung enden. Damit muss in Deutschland halt leben und rechnen. Aber genauso gut h\u00e4tte es ja auch gutgehen k\u00f6nnen &#8211; h\u00e4tte ich von daheim aus den Mond scheinen sehen, w\u00e4re der \u00c4rger auf jeden Fall gr\u00f6\u00dfer gewesen!<\/p>\n<p>Und immer dran denken: es gibt viel zu sehen, schauen wir hin!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer mich kennt und\/oder diesen Blog verfolgt, kennt eine meiner Beobachtungsleidenschaften: Bedeckungen. Dabei handelt es sich oft um solche, solche oder solche. Insbesondere jedoch haben es mir Streifende Sternbedeckungen am Mondrand und Sternbedeckungen durch Kleinplaneten angetan. 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